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Wegen Beschwerden von Anwohnern: Keine Walpurgisnacht im Mauerpark!

Walpurgisnacht im Mauerpark wegen Polizei-Auflagen abgesagt

Das Walpurgisnacht-Fest zum 1. Mai im Mauerpark in Berlin-Prenzlauer Berg ist vom Veranstalter für dieses Jahr abgesagt worden.

Berlin - Das Walpurgisnacht-Fest zum 1. Mai im Mauerpark in Berlin-Prenzlauer Berg ist vom Veranstalter für dieses Jahr abgesagt worden. Grund seien zu hohe Auflagen der Polizei aufgrund von Anwohnerprotesten, teilte der Verein "Freunde des Mauerparks" mit.

Das Walpurgisnacht-Fest im Mauerpark wird dieses Jahr nicht stattfinden (Archivbild).

Die "Berliner Morgenpost" berichtete zuerst darüber. "Die Anwohner stören sich beispielsweise an der Lautstärke der Musik im Mauerpark. Das betraf in der Vergangenheit auch schon Konzerte von Straßenmusikern", sagte der Vereinsvorsitzende Alexander Puell am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Polizei habe angeboten, das Fest "ohne Lagerfeuer und Musik" zu feiern. Dies käme für die Veranstalter jedoch nicht infrage. Die Organisatoren vermissten für dieses Jahr die Unterstützung des Bezirksamtes. Die Walpurgisnacht war zwar bereits in den vergangenen Jahren keine offiziell angemeldete Veranstaltung, "sondern nur eine geduldete" - jedoch habe das Bezirksamt durch seinen Ermessensspielraum das Fest immer möglich gemacht. Es müsse auch bedacht werden, dass die Veranstaltung "vor 15 Jahren von Anwohnern ins Leben gerufen worden ist".

Die Berliner Polizei teilte am Sonntag keine Einzelheiten zu den geforderten Einschränkungen mit. "Wenn jetzt wegen möglicher Lärmbeschwerden ein Bürgerfest gestoppt wird, fragt sich, was stattdessen im Park entsteht", sagte Puell.

Den ehrenamtlichen Organisatoren laufe die Zeit davon. Daher wolle man die Kräfte darauf konzentrieren, das Fest zumindest im kommenden Jahr zu ermöglichen.

Anwohner hatten sich über die laute Musik beschwert.

Fotos: DPA