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"Und der Zukunft zugewandt" Sachse Böhlich rechnet mit der DDR-Geschichte ab

Film über die DDR-Vergangenheit ab Donnerstag in den Kinos

Film über die DDR-Vergangenheit ab Donnerstag in den Kinos

Von Mario Adolphsen

Chemnitz/Berlin - Vor zwei Jahren zählte "Polizeiruf 110"-Regisseur Bernd Böhlich (62) noch zu den Stargästen bei den Chemnitzer Filmnächten. Donnerstag kehrt der gebürtige Löbauer, der in Dresden zur Schule ging, mit einem schwierigen Film über die DDR-Vergangenheit in heimische Kinos zurück.

Alexandra Maria Lara (40) spielt die Hauptrolle im morgen startenden Film "Und der Zukunft zugewandt".

Im Streifen "Und der Zukunft zugewandt" schaut er auf die Anfangsjahre der DDR: Nachdem eine junge Kommunistin unschuldig in einem sowjetischen Arbeitslager war, wird ihr in der DDR verboten, über ihre Erlebnisse zu sprechen.

Auf diesen kaum bekannten Teil der frühen DDR-Geschichte kam Böhlich durch die Schauspielerin Swetlana Schönfeld (67, "Sturmzeit"). "Sie erzählte mir, dass sie in Kolyma geboren wurde - einem sowjetischen Straflager.

Das war für mich ein Schock." Jahrelang schrieb er am Drehbuch, heute ist der Regisseur überzeugt: "Als die DDR zusammenbrach, hatte sie es moralisch auch nicht anders verdient."

Dass Alexandra Maria Lara (40) die Hauptrolle spielen soll, war für Böhlich klar: "Ich bin jemand, der beim Schreiben den Schauspieler vor sich sehen muss", sagt er.

"Und wir haben gar nicht über eine andere Besetzung nachgedacht. Sie ist eine ungewöhnliche Schauspielerin, eine sehr schöne Frau."

Bernd Böhlich (62) zählt zu den renommiertesten Regisseuren des Ostens.

Fotos: epd/Neue Visionen, DPA/Annette Riedl