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Was passiert jetzt mit dem zerfetzten Windrad?

Anfang März zerfetzte ein Windrad in Borchen: Am Freitag wurde der Rotorkopf abmontiert

Die Ursache für das zerfetzte Windrad in Borchen ist noch unklar. Nach vier Wochen begann am Freitag die Demontage der Anlage.

Borchen - Vor gut vier Wochen zerfetzte ein Windrad in Borchen und ließ die Rotoblätter hängen (TAG24 berichtete). Am Freitag startete endliche die Demontage der zerstörten Teile.

Das neue Windrad ist völlig zerstört.

Ein Team des Herstellers Enercon begann am frühen Freitagmorgen mit der Demontage des Rotorkopfs und der dazugehörigen Rotorblätter, so berichtet die Neue Westfälische. Der Schrott wird nach dem Abbau zum Hersteller gebracht.

Weshalb die jeweils 56 Meter langen Flügel zerfetzt wurden, ist bis jetzt nicht klar. Die Anlage war Anfang März noch nicht in Betrieb. Enercon und Auftraggeber Westfalenwind vermuten menschliches Versagen (TAG24 berichtete).

Ein Gutachten des Unfalls steht noch aus. Erst im Anschluss will sich der Kreis Paderborn äußern. Der Technische Dezernent Martin Kübner sagte der Zeitung, dass an dem Gutachten und zwei weiteren Expertenmeinungen mit Hochdruck gearbeitet werden würde.

Entscheidend sind allerdings nicht nur die Gutachten des Unfalls, sondern auch Einschätzungen zur Statik und die Folgen für die Umwelt. Es muss nämlich geklärt sein, dass durch den Unfall das Fundament des Turms nicht beschädigt wurde.

In der nächsten Woche sollen die Arbeiten am zerfetzten Windrad weitergehen. Neben dem Kopf und den Flügeln sollen auch der Generator und das Maschinenhaus abmontiert werden.

Zudem sammeln Helfer momentan die abgesplitterten Überreste von den umliegenden Feldern auf. Enercon wollte sich bisher zur Höhe des Schadens nicht äußern. Es wird sicher auch abhängig von den Gutachten sein.

Am Freitag wurde der zerfetzte Rotorkopf demontiert.

Fotos: Jens Reddeker