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Blutiger Anschlag auf Kraftklub-Kritiker Kohlmann

Ist das Reaktion auf die Anzeige gegen Kraftklub-Sänger Felix Brummer? #Chemnitz

Von Bernd Rippert

Die Innereien wurde auch in einen Briefkasten gestopft.

Chemnitz – Anschlag auf Pro-Chemnitz-Stadtrat Martin Kohlmann (40).

Unbekannte stopften Tier-Innereien in seinen Briefkasten. Kohlmanns Büroleiter schließt einen Zusammenhang mit dessen Anzeige gegen die Band Kraftklub nicht aus.

In der Nacht zu Mittwoch besudelten die Angreifer das Bürohaus in der Brauhausstraße. Sie verteilten laut Polizei Schlachtabfälle vor dem Gebäude und steckten Tierinnereien in den Briefkasten.

Martin Kohlmann selbst bekam von dem Angriff nichts mit, weil er just zu dem Zeitpunkt von einer Reise zurückkehrte.

Dafür sah sein Büroleiter Benjamin Jahn (31) die Schweinerei: "Ich vermute, es waren Schweine-Innereien, Lunge, Darm und Leber. Dazu viel Blut und die Schwarte."

Die Angreifer besudelten den Eingang des Bürohauses.

Wie es vor Ort aussah, müsste die Tat am frühen Morgen passiert sein. Jahn: "Die Innereien waren noch frisch, das Blut noch nicht getrocknet.“

Der Büroleiter erklärt: "Wir hatten seit 2016 drei Brandanschläge, drei Farbanschläge und einmal wurden unsere Fenster eingeschmissen. Die Taten passierten fast immer dann, wenn Herr Kohlmann ein größeres Presse-Echo hatte."

Vorige Woche stand der Pro-Chemnitz-Stadtrat wieder mal in allen Zeitungen. Er hatte Kraftklub-Sänger Felix Brummer (27) angezeigt, weil er Pro Chemnitz als "Vollidioten" und "Fick-Finger" bezeichnet hatte.

Benjamin Jahn: "Ich denke, der jüngste Anschlag auf das Büro könnte eine Folge der Kraftklub-Anzeige sein."

Nun hat Benjamin Jahn Anzeige wegen der Tierinnereien erstattet.

Auf das Büro von Martin Kohlmann in der Brauhausstraße wurde ein Anschlag verübt.

Fotos: Harry Härtel/Haertelpress