Chemnitz: Künstler fordern 3000 Euro Soforthilfe von der Stadt

Chemnitz - Künstler und Soloselbstständige fordern mehr Unterstützung: Viele stehen wegen Corona kurz vor Hartz IV.

Susann Strebe (34) erwartet deutlich mehr Unterstützung für Kleinkünstler.  © Sven Gleisberg

Deshalb fordern sie eine Soforthilfe von 3000 Euro von der Stadt - nicht rückzahlbar. Im Namen der Betroffenen stellte der Verband Kreatives Chemnitz eine Petition ins Internet.

Für diese Hilfe kämpft auch Susann Strebe (34). Seit 2017 gibt die Chemnitzerin Computerkurse für Senioren, Eltern und Jugendliche. 

"Mit Corona gingen meine Einnahmen um 85 Prozent zurück." Zwar bekam sie staatliche Soforthilfe - "aber die finanziert nur Bürokosten. Ich muss auch leben und Miete zahlen."

Die Chemnitzerin unterstützt deshalb die Petition. Ihre Argumente: "Wir Freiberufler sind alle unverschuldet in die Situation geraten. Außerdem sollte eine Kommune, die auf dem Weg zur Kulturhauptstadt ist, ihre Akteure am Leben lassen."


Initiator der Petition ist der Unternehmer Lars Fassmann (43). Er kennt viele Beispiele: "Tausende Kleinstunternehmer und Künstler stehen gerade mit dem Rücken zur Wand." 

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