Feuerteufel fackelt Kirchen ab: Lange Haftstrafe für Black-Metal-Jünger

Louisiana (USA) - Holden Matthews (22) wurde am Montag in Louisiana schuldig gesprochen, weil er im März 2019 innerhalb von nur zehn Tagen drei Kirchen im Namen des „Black Metals“ niederbrannte.

Holden Matthews (22).  © Louisiana Office of State Fire Marshal

Wie "BBC" berichtet, gab Holden Matthews (22) im Gerichtssaal zu, für die drei brennenden Kirchen in Louisiana verantwortlich gewesen zu sein.

Der Grund: Er wollte so sein Profil, unter anderem bei Facebook, als Black-Metal-Musiker und begeisterter Fan härter wirken lassen, so der Staatsanwalt.

Vor allem aber wollte er sich so vor anderen Anhängern und der Black-Metal-Bewegung allgemein profilieren.

Mit seiner Aktion ist er allerdings kein Einzelfall. Vielmehr ahmte er damit seine Black-Metal-Vorbilder aus den 1990er Jahren nach, die damals in Norwegen mehrere Kirchen anzündeten.

Das wollte der 22-Jährige auch. Innerhalb kürzester Zeit fielen ihm so die St. Mary Baptist Church in Port Barre, die Greater Union Baptist Church in Opelousas und die Mount Pleasant Baptist Church ebenda, zum Opfer. Verletzt wurde bei den Anschlägen glücklicherweise niemand.

Ob auch ein rassistischer Hintergrund zu den Taten vorliegt, blieb ungeklärt. Unter Black-Metal-Extremisten ist eine solche Einstellung leider keine Seltenheit. Unter Extremisten wohlgemerkt, nicht unter Fans des Genres.

Holden Matthews bekannte sich am Montag in vier Anklagepunkten für schuldig. Unter anderem drei Mal wegen der vorsätzlichen Beschädigung religiösen Eigentums.

Am 22.Mai soll der 22-Jährige verurteilt werden. Dann drohen ihm zwischen zehn und 70 Jahren Haft.

Die drei Kirchen, die Holden Matthews zum Opfer fielen: