26-Jähriger sitzt ohne Ticket im Zug: Als die Polizei anrückt, eskaliert die Situation

Koblenz - Einen alles andere als entspannten Wochenausklang erlebten die Beamten der Polizei im rheinland-pfälzischen Koblenz, als sie am Freitag aufgrund eines renitenten Schwarzfahrers an den Hauptbahnhof der Großstadt beordert wurden.

Der Polizei blieb schließlich nichts anderes übrig, als den 26-Jährigen gewaltsam festzunehmen. Dabei biss der Eritreer schließlich um sich. (Symbolfoto)  © Montage: 123RF/sheriffkule, DPA/Christian Schulz/Foto Hosser

Wie ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Trier erst am Montagnachmittag mitteilte, habe es sich bei dem Schwarzfahrer um einen 26 Jahre alten Mann aus Eritrea gehandelt, der zuvor in einem Intercity von Stuttgart nach Koblenz gesessen hatte.

Gegenüber dem Zugbegleiter konnte der junge Mann kein gültiges Ticket für seine Fahrt aufweisen. Schon während der Fahrkartenkontrolle zeigte sich der 26-Jährige laut Polizeibericht unkooperativ und aggressiv.

Auch das Anrücken der Polizei änderte an diesem Verhalten nichts. So habe der Eritreer die Beamten immer wieder rassistisch beleidigt und weigerte sich vehement, den Anweisungen der Ermittler Folge zu leisten.

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Schließlich wurde es den Ordnungshütern zu bunt: Sie beschlossen den pöbelnden Schwarzfahrer mit auf die Dienststelle zu nehmen, was aber ebenfalls nicht ohne dessen Gegenwehr gelang. Daher blieb den Wachtmeistern nichts anderes übrig, als ihn gewaltsam zu fixieren.

Aber auch das wollte sich der 26-Jährige nicht ohne Weiteres gefallen lassen, leistete Widerstand und biss einem Beamten dabei sogar in die Hand. Verletzt wurde dieser dabei aber glücklicherweise nicht.

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Polizisten rassistisch beleidigt und einem Beamten in die Hand gebissen: 26-Jähriger festgenommen

Endlich auf der Polizei-Dienststelle angekommen förderten die Beamten bei der genauen Durchsuchung des Mannes rund 2,4 Gramm Marihuana und seinen deutschen Aufenthaltstitel zu Tage. Einen Atemalkoholtest verweigerte der Aggro-Schwarzfahrer indessen.

Nachdem ihm eine Blutprobe entnommen und seine Identität festgestellt worden war, durfte er den Heimweg antreten. Gleich mehrere Strafverfahren hatte er dabei aber mit im Gepäck.

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