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Das wird die größte Show, die Dresden jemals erlebt hat

Pünktlich vor der Eröffnung sind nun die Brunnen in Betrieb - abends mit Farbenspiel.

Von Torsten Hilscher

Wechselnde Farben: So soll der Kulti am Freitagabend aussehen und ...

Dresden - Das wird der bunte Wahnsinn, verspricht OB Dirk Hilbert (45, FDP): Zur "Kulti"-Eröffnung am Freitagabend soll es die beste Licht-Sound-Show geben, die Dresden jemals erlebt hat.

"Wenn die Sonne untergegangen ist, gibt es anlässlich der Eröffnung eine Licht-Show an der Fassade, die Dresden so noch nicht gesehen hat", kündigt das Rathaus euphorisch für Freitag an. Musik von Franz Schubert und Ludwig van Beethoven wird aus dem Saal nach außen übertragen und in Bilder übersetzt.

Das Rathaus überschlägt sich fast mit Superlativen: "Gewaltig, farbig wird sich der Dresdner Kulturpalast in der Stadtmitte zurückmelden."

Start ist 20.30 Uhr. Doch auch wenn drinnen im nagelneuen Saal der Festakt bereits eine Stunde später Geschichte ist, geht es an der Fassade munter weiter: Die extra komponierte und konzipierte Abschluss-Show erzählt eine Reise in die Zukunft. Dazu haben die Dresdner Musiker Steve Kasper und Jacob Korn eine Musik komponiert, die auf der Front des Kulturpalastes interpretiert wird.

Der Clou: Für die optimale Wirkung werden im Kulti und davor alle Lichter ausgeschalten. Parallel sorgt der Frühlingsmarkt bis 22 Uhr auf dem Altmarkt für Speis und Trank. Schon seit Donnerstag übrigens sprudeln die sanierten Brunnen im Dauerbetrieb. Und auch die Becken können bunt strahlen - nicht nur am Eröffnungsabend.

Schon ab 17 Uhr beginnt ein Bühnenprogramm auf dem Vorplatz des Kulturpalastes. Ab 19 Uhr wird der erste Teil des Festaktes aus dem neuen Konzertsaal auf einer LED Leinwand vor dem Haus übertragen. Die Besucher erwartet neben Musik von Schubert und Beethoven auch Klänge von Schostakowitsch mit der Philharmonie unter Leitung von Chefdirigent Michael Sanderling.

Der Eintritt auf dem Kulti-Vorplatz ist frei.

Erstmals wurde der Kulturpalast 1969 übergeben. Die jetzige Sanierung dauerte fünf Jahre, kostete rund 100 Millionen Euro. Neben der Philharmonie ziehen die neue zentrale Stadtbibliothek, das Kabarett "Die Herkuleskeule", eine Gaststätte und ein Forum für Baukultur ein.

... auch so. Dazu erklingen extra neu komponierte Musikstücke.
Seit Donnerstag sprudeln die Kulti-Brunnen im Dauerbetrieb.

   

Fotos: Steffen Füssel, intolight