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Kopfstoß statt Ticket! Schwarzfahrer gerät in Kontrolle und rastet aus

Dem Straßenbahnfahrer verpasste der junge Mann einen Kopfstoß

Während einer Fahrkartenkontrolle in einer Straßenbahn rastete ein junger Mann aus.

Leipzig - Wer Bahn fährt, braucht ein Ticket: Das hatte ein junger Mann anscheinend vergessen, als er plötzlich in eine Fahrkartenkontrolle geriet.

Zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ist nach wie vor ein Ticket von Nöten.

Mehrere Fahrkartenkontrolleure waren am Montag gegen Mittag in einer Straßenbahn der Linie 15 in Richtung Meusdorf unterwegs. Dabei kontrollierten sie auch einen jungen Mann, der in Begleitung einer jungen Frau unterwegs war.

Beide konnten keinen gültigen Fahrausweis vorweisen.

Es kam zum Streit mit den Kontrolleuren. Daraufhin bat der 51-jährige Straßenbahnfahrer die beiden auszusteigen.

Der Schwarzfahrer reagierte mit einem Kopfstoß gegen den Kopf des Fahrers. Der 51-Jährige wurde dabei verletzt und musste ärztlich behandelt werden.

Der junge Mann und seine Begleitung flüchteten in Richtung Käthe-Kollwitz-Straße. Beide konnten gegenüber der Polizei beschrieben werden.

Junger Mann:

  • 20 bis 25 Jahre
  • 175 – 180 cm groß
  • athletische Figur
  • nordafrikanisches Aussehen, braune Hautfarbe
  • schwarze kurze Haare, Igelschnitt
  • schwarze Bomberjacke
  • weißes T-Shirt
  • dunkle Hose
  • schwarzer Brustbeutel
  • silberne Kette

Die Begleitung:

  • weiblich
  • 20 bis 25 Jahre
  • 165 bis 170 cm groß
  • braune Hautfarbe
  • schwarze, glatte Haare, Pferdeschwanz
In letzter Zeit war es verhäuft zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Leipziger Straßenbahnen gekommen. In der vergangenen Woche fahndete die Leipziger Polizei nach einem Mann, der einen 22-jährigen Westafrikaner niedergeschlagen hatte. Anfang Juni wurde ein Straßenbahnfahrer beleidigt und bespuckt.

Fotos: DPA