Gewalttätige Angriffe durch Linksradikale: Innenministerium ist alarmiert

Stuttgart - Die "Querdenken"-Demos haben in den vergangenen Wochen tausende Bürger nach Stuttgart gezogen. Dort haben diese gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Im Innenministerium ist man allerdings alarmiert: Gewaltbereite Linksradikale nehmen die Demos ins Visier.

Die linksextreme Szene wird gewalttätiger. (Symbolbild)  © Michael Kappeler/dpa

Das berichtet Focus.de unter Verweis auf das baden-württembergische Innenministerium. "Wir beobachten seit einigen Wochen eine Mobilisierung der linksextremistischen Szene zu Protesten gegen die Querdenken-Kundgebungen in Stuttgart", so ein Ministeriumssprecher gegenüber dem Nachrichten-Portal.

Zu beobachten sei "eine gestiegene Militanz der gewaltorientierten linksextremistischen Szene". Eine neue Entwicklung sei "die Häufung der koordinierten körperlichen Übergriffe".

Am vorletzten Samstag (16. Mai) hatten Dutzende mutmaßlich Linksradikale drei Demo-Teilnehmer in der Stuttgarter Mercedesstraße brutal attackiert und zusammengeschlagen. Ein 54-Jähriger liegt seither in kritischem Zustand im Krankenhaus (TAG24 berichtete).

Der Mann ist Mitglied der rechten Gewerkschaft "Zentrum Automobil" und sitzt beim Autobauer Daimler im Betriebsrat. "Zentrum Automobil" ist Linksextremen bereits seit längerer Zeit ein Dorn im Auge. Ermittlungen wegen versuchten Totschlags laufen.

Gewaltbereite linke Szene wächst

Auch für die Polizei ist die Attacke laut Focus.de eine neue Entwicklung. "In der Regel richtete sich die Gewalt Linker aus der Stuttgarter Szene bei Taten in der Landeshauptstadt gegen Sachen", wird ein Polizeisprecher zitiert.

Nach Angaben von Focus liege die Zahl gewaltbereiter Linksradikaler in Baden-Württemberg im hohen dreistelligen Bereich - Tendenz steigend. Demnach zählten 2016 noch 820 Menschen zu dieser Gruppe, im Jahr 2018 waren es bereits 880.

Wie berichtet waren nach der Attacke in Stuttgart auch Schlagringe aufgefunden worden. Zuvor hatte es von Seiten der Polizei geheißen, eine Schreckschusswaffe sei entdeckt worden. Diese Aussage wurde aber später wieder zurückgezogen (TAG24 berichtet).

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