Erzgebirger von Sturzflut mitgerissen: Suche nach Vermissten erneut abgebrochen

Jöhstadt - Dramatische Suche im Erzgebirge: Seit Dienstag wird in Jöhstadt ein Mann (53) vermisst. Er wurde bei einem Unwetter von einer Sturzflut mitgerissen. Seitdem wird nach dem 53-Jährigen gesucht.

Am Mittwoch wurde die Suche nach dem 53-Jährigen fortgesetzt. Dabei kamen auch Polizeihubschrauber und Suchhunde zum Einsatz.  © B&S

Das Unglück passierte im Ortsteil Steinbach: Am Dienstagabend stieg der gleichnamige Bach durch Starkregen so stark an, dass er über die Ufer trat. Zahlreiche Anwohner versuchten ihre Grundstücke noch vor den Wassermassen zu schützen. So auch der 53-Jährige. Er wurde von den Wassermassen mitgerissen. Nachbarn versuchten noch ihn zu retten. Jedoch ohne Erfolg.

Noch am Dienstagabend begann eine großangelegte Suche nach dem Vermissten, bei dem es sich laut BILD um einen Polizisten handeln soll.

Die Feuerwehren sicherten die Brücken über den Steinbach und suchten auf einer Strecke von mehreren Kilometern nach dem 53-Jährigen. In der Nacht zu Mittwoch wurde die Suche abgebrochen.

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Während am Morgen in dem Ortsteil von Jöhstadt die Einwohner mit den Aufräumarbeiten begannen, wurde die Suche wieder aufgenommen. Dabei kamen, neben der Feuerwehr, Polizeihubschrauber und mehrere Suchhunde zum Einsatz.

Es wurden auch Stahlseile über den Bach gespannt, an denen sich der 53-Jährige notfalls festhalten könnte. Im Bach selbst konnte wegen des hohen Wasserstands bislang nicht direkt gesucht werden.

Die Feuerwehr kontrolliert den Steinbach und spannt Stahlseile über das Wasser, an denen sich der Vermisste notfalls festhalten könnte.  © André März

Suche bis zum Abend erfolglos

Am Dienstagabend trat der Steinbach nach einem Unwetter über die Ufer und flutete Straßen und Grundstücke.  © André März

"Die Suche gestaltet sich aufgrund der topografischen Gegebenheiten als auch des Wasserstandes des Steinbachs sowie der anschließenden Preßnitz schwierig", so eine Polizeisprecherin am Mittwoch.

Alles Hoffen auf ein Wunder blieb bis zum Abend vergebens. Der Vermisste konnte nicht gefunden werden.

Gegen 20.30 Uhr wurde die Suche erneut abgebrochen. An dem Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Steinbach, Jöhstadt, Streckewalde, Niederschmiedeber, Großrückerswalde und Satzung beteiligt.

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Die heftigen Unwetter hatten am Dienstagabend nicht nur Jöhstadt getroffen. Im gesamten Erzgebirgskreis stürzten Bäume um und Gullydeckel wurden herausgehoben. In Schwarzenberg stand die Bahnhofstraße unter Wasser und in Marienberg kippte ein Bagger in die "Schwarze Pockau". Auch in Mittelsachsen und im Vogtland gab es schwere Überschwemmungen.

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