Schreck-Moment am Morgen: Leichtes Erdbeben bei Aachen

Aachen - Bei Aachen hat es am Samstagmorgen ein leichtes Erdbeben gegeben. Nach Angaben des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen hatte das Beben um 7.36 Uhr eine Stärke von 2,8.

Am Samstagmorgen hat es zwischen Aachen und Roetgen ein leichtes Erdbeben der Stärke 2,8 auf der Richterskala gegeben (Symbolbild).  © Oliver Berg/dpa

Gebäudeschäden seien bei Erdbeben dieser Stärke nicht zu erwarten, sagte der Leiter des Landeserdbebendienstes, Klaus Lehmann, der Deutschen Presse-Agentur.

Ein solches Beben komme in der Niederrheinischen Bucht etwa ein Mal im Jahr vor, sagte der Leiter des Landeserdbebendienstes, Klaus Lehmann, der Deutschen Presse-Agentur.

Die ersten Gebäudeschäden seien grob ab einer Stärke von 4,5 bis 4,8 zu erwarten. "Das ist also noch einiges entfernt von dem Ereignis, was wir heute hatten", sagte Lehmann.

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Das Beben ereignete sich den Angaben zufolge in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern. Bei einem Beben der Stärke 2,8 spüre man einen kräftigen Stoß, sagte Lehmann.

"So dass man sich in seinem Bett bewegt fühlt. Oder das Geschirr in den Schränken klirrt und klimpert. Leichte Teile auf dem Tisch können vibrieren und sich bewegen. All das kann passieren."

Beim Geologischen Dienst NRW gingen am Samstagvormittag dennoch zahlreiche Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern unter anderem aus Roetgen, Stolberg und Aachen ein. "Die Leute haben sich erschreckt", stellte Lehmann fest.

Epizentrum lag in der Voreifel

"Das liegt auch daran, dass Frühstückszeit war und wir im Lockdown sind. Das heißt, die Leute sind meistens zuhause und verhalten sich relativ ruhig. Und das sind natürlich dann auch solche Gelegenheiten, dass man sehr feinfühlig für solche Ereignisse ist."

Das genaue Epizentrum des Bebens lag etwas östlich von Mulartshütte, einem kleinen Ort in der Voreifel, der zur Gemeinde Roetgen gehört. Roetgen wiederum liegt in der Städteregion Aachen an der Grenze zu Belgien. "Das ist durchaus ein bekanntes Gebiet für Erdbeben, da passieren häufiger solche Ereignisse", erläuterte Lehman.

Das Gebiet westlich von Köln hat nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine im deutschen Maßstab verhältnismäßig hohe Erdbebengefährdung.

Am 13. April 1992 hatte es in der Nähe der niederländischen Grenzstadt Roermond ein Erdbeben der Stärke 6,0 gegeben. In der Altstadt von Bonn stürzte damals ein Teil einer Hausfassade auf ein geparktes Auto. Im Kölner Dom schlug ein 1,50 Meter großes Ornament aus Stein zu Boden.

Vor allem durch herabfallende Schornsteine und Dachziegel wurden damals im Rheinland mehr als 30 Menschen verletzt.

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