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Segelflug endet im Acker: Bange Minuten zwischen Absprung oder Notlandung

Ein technisches Problem zwang die Piloten zu einem gefährlichen, aber notwendigen Manöver.
Die erfahrenen Piloten entschieden sich am Ende richtig und brachten den "Vogel" sicher auf die Erde. (Symbolbild)

Reetzerhütten - Am späten Montagmittag legten zwei Insassen eines Segelflugzeugs eine notgedrungene Landung in einem Acker zwischen den Dörfern Reetz und Reetzerhütten (Potsdam-Mittelmark) hin. Was zum Glück ohne Blessuren endete, hätte beinah schlimme Folgen gehabt, wie die Märkische Allgemeine berichtete.

Seit einigen Wochen häufen sich die Meldungen über Not- und Bruchlandungen von Segelfliegern in Deutschland. Nicht selten kommen dabei die Piloten ums leben, wie zuletzt auch auch ein Sachse, der südlich von Berlin abstürzte und starb.

Am Montag traf es erneut zwei Insassen eines Segelflugzeugs, die jedoch Glück im Unglück hatten. Gestartet waren die beiden Piloten auf einem Flugplatz bei Magdeburg und wollten eigentlich auf dem dem Fläming-Landeplatz in Lüsse bei Bad Belzig landen, doch dort kamen sie nie an.

Nach ersten Erkenntnissen war ein Problem mit der Thermik für die außerplanmäßige Landung in einem Acker verantwortlich. Doch so entspannt wie die Landung am Ende ablief, war es lange Zeit in der Luft nicht. Beide Piloten dachten zunächst über einen Notabsprung per Rettungsschirm nach, denn zeitweise war das Flugzeug nicht mehr steuerbar.

Ein Augenzeuge beobachtete noch, wie die beiden Männer mit ihrem Flugzeug auf einem abgeernteten Getreidefeld landeten und eilte zur Hilfe. Beide Piloten kamen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt.

   

Fotos: dpa (Symbolbild)

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