Stuttgarter Schwertmord: Hatte Issa M. einen salafistischen Hintergrund?

Stuttgart - Es war eine entsetzliche Tat! Ende Juli hatte Issa M. im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof einen 36-jährigen Mann mit einem Samuraischwert auf offener Straße ermordet.

Spurensicherung am Tatort im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof.  © SDMG

Wie TAG24 bereits berichtete, ist der mutmaßliche Täter zuletzt vom Gefängnis in Stammheim in ein Justizvollzugskrankenhaus bei Ludwigsburg verlegt worden.

Der Grund: Der Schwertmörder soll als selbstmordgefährdet gelten!

"Wegen psychischer Auffälligkeiten" wurde Issa M. verlegt, heißt es in einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten".

Und generell scheint man damit vermeintlich das Motiv des Schwertmörders gefunden zu haben: Es handelte sich bei der Bluttat von Stuttgart um die Tat eines psychisch Kranken.

Doch wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, ist man sich diesbezüglich innerhalb der Polizei uneinig.

Diese hatte umgehend nach der Tat erklärt, es gebe "keinerlei Erkenntnisse auf einen islamistischen oder politischen Hintergrund".

Doch gerade in Sachen Religion wünscht sich der ein oder andere wohl ein größeres Engagement zwecks Aufarbeitung, wie es in dem Bericht heißt.

Der Tatort wurde von der Polizei abgesperrt, die Leiche verdeckt.  © SDMG

So sollen auf der Facebook-Seite von Issa M. mehrere salafastische Äußerungen zu finden sein, sowie auch Bilder, die eine deutliche Sprache sprechen.

Doch auch generell gilt: Es gibt noch einige Fragezeichen rund um die Aufklärung des Schwertmords von Stuttgart.

Unklar ist beispielsweise noch die Identität des mutmaßlichen Täters.

Zunächst sollte er 28 Jahre alt und syrischer Flüchtling sein. Inzwischen geht man laut Staatsanwaltschaft allerdings eher davon aus, dass Issa M. 30 Jahre alt und Jordanier ist. (TAG24 berichtete)

Brisant ist außerdem die Antwort von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl im Zuge eines Antrags des AfD-Abgeordneten Daniel Rottmann: "Im Rahmen der Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gab er (Issa M., Anm. der Red.) an, dass sein Pass sowie sein Personalausweis ins Meer gefallen seien", wird Strobl in den "Stuttgarter Nachrichten" zitiert.

Der Fall um den Stuttgarter Schwertmörder Issa M. schlägt also weiterhin hohe Wellen.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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