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Nach brutalem Überfall auf Disko: Vier tatverdächtige Flüchtlinge wieder aus U-Haft entlassen!

Nach dem Überfall auf einen Club in Frankfurt (Oder) wurden vier mutmaßliche Täter aus der Untersuchungshaft entlassen

Ihnen wird unter anderem Nötigung und versuchter Totschlag vorgeworfen – Nun sind sie aber erstmal wieder frei!

Frankfurt (Oder) - Nach einem Streit sollen sie in einer großen Gruppe die Frankfurter Diskothek "Frosch" überfallen haben. Nun wurden die Hauptverdächtigen wieder freigelassen. Aufgrund eines bürokratischen Fehlers?

Die Diskothek Frosch war das Ziel der brutalen Attacke. (Bildmontage)

Im August soll eine Gruppe von Flüchtlingen nach einem Streit mit zwei Syrern und einem Deutschen die Frankfurter Diskothek "Frosch" und deren Besucher mit Eisenstangen, Messern und Steinen attackiert haben.

Bereits kurze Zeit später, im Zeitraum zwischen Ende August und Ende September, wurde vier mutmaßliche Täter festgenommen. Es handelte sich dabei um junge Männer zwischen 21 und 40 Jahren aus Syrien. Zwei von ihnen sollen ermittelt worden sein, als sie nur wenige Tage später den Clubbesitzer erneut mit Messern bedrohten.

Und obwohl die Männer weiterhin dringend tatverdächtig und anscheinend auch zu Wiederholungstaten fähig sind, kamen sie nun auf freien Fuß! Wie konnte das passieren?

"U-Haft unverhältnismäßig lang"

Die Fassade der Frankfurter Diskothek.

Konkret vorgeworfen werde den Männern besonders schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Bedrohung und in einem Fall versuchter Totschlag, erklärte die Gerichtssprecherin des Oberlandesgerichts Brandenburg, Judith Janik.

Nun wurden sie aus der Untersuchungshaft entlassen. Laut Janik aufgrund einer "Überlangen Verfahrensdauer"!

Die Tatverdächtigen sitzen seit etwa sieben Monaten in Haft, ihr Prozess kann allerdings erst im Juni eröffnet werden. Das bestätigte die Kammer des Landesgerichts Frankfurt (Oder). Somit lägen zwischen Zeitpunkt der Verhaftung und Prozessbeginn ganze 10 Monate, was die Richter des Oberlandesgerichts als "unverhältnismäßig lang" einstufen.

Eine überlange Verfahrensdauer kann sich vor Gericht sogar strafmildernd auswirken, bzw. die Zeit in U-Haft kann von einer etwaigen Freiheitsstrafe abgezogen werden!

Woran die Verzögerungen in diesem Fall liegen, ist unklar. Eine Verzögerung kann unter Umständen daher kommen, dass weitere Beweise sichergestellt werden. Eine andere Möglichkeit ist beispielsweise die Überlastung von Richtern oder Staatsanwälten.

Für weitere Informationen war das Gericht zunächst nicht zu erreichen, TAG24 bleibt dran!