Coronavirus: Wirtschaft startet Offensive "Wir lieben Impfen"

Deutschland/Welt - In Deutschland verschärft sich die Corona-Lage, die Fallzahlen steigen. Strengere Auflagen treffen nun vor allem Menschen, die noch nicht gegen das Covid-19-Virus geimpft sind.

Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen wie im Einzelhandel, in der Kultur und der Gastronomie die 2G-Regel.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 432,2 (Vortag: 441,9).

Laut RKI sind seit Beginn der Pandemie mehr als 6,2 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Coronavirus Tödlicher Streit in Moskau: Maskenverweigerer erschießt zwei Menschen!

Insgesamt 103.240 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 5,2 Millionen an (alle Daten Stand 7. Dezember, 7 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

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Update, 7. Dezember, 17.28 Uhr: Rheinland-Pfalz ermöglicht weitere Corona-Schutzmaßnahmen

Der rheinland-pfälzische Landtag hat den Handlungsspielraum der Landesregierung für Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erweitert.

In einer Sondersitzung stimmte das Parlament am Dienstag mit den Stimmen aller Fraktionen bis auf die AfD für einen entsprechenden Antrag der Ampel-Regierung. Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes ist ein solcher Beschluss des Landesparlaments erforderlich. Ministerpräsidentin Malu Dreyer kündigte bereits an, Clubs und Diskotheken wegen der hohen Infektionsgefahr vorübergehend schließen zu wollen. Für die Betreiber gebe es eine Unterstützung durch Betriebshilfen.

Auch andere Begrenzungen des Zugangs zu Einrichtungen und Veranstaltungen in Sport, Kultur und Freizeit sind jetzt möglich.

Update, 7. Dezember, 17.06 Uhr: Bettel zu eskaliertem Corona-Protest: Darf sich nicht wiederholen

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel hat die eskalierte Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen in Luxemburg-Stadt vom Samstag scharf verurteilt.

"Intoleranz, Hass und Gewalt haben in Luxemburg keinen Platz", sagte er in einer Regierungserklärung am Dienstag im Parlament. Die Vorfälle vom Samstag dürften sich nicht wiederholen. Man akzeptiere nicht, dass Menschen unangemeldet durch die Stadt marschierten, zum Großteil die Corona-Maßnahmen ignorierten und eine Gruppe dann randaliere und den Weihnachtsmarkt stürme. "Wir lassen uns nicht einschüchtern."

Am vergangenen Samstag hatten sich laut Polizei rund 2000 Demonstranten in der Stadt versammelt, um ihren Unmut über angekündigte Corona-Maßnahmen kundzutun. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Impfgegner stürmen Weihnachtsmarkt in Luxemburg".

Update, 7. Dezember, 17.05 Uhr: Schweden legt Plan für erneute Corona-Maßnahmen vor

Trotz verhältnismäßig niedriger Corona-Zahlen rüstet sich Schweden mit einem neuen Maßnahmenplan für eine Zeit mit angespannterer Lage im Gesundheitswesen.

Bereits ab Mittwoch sollten Reisende in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz tragen, Arbeitgeber sollten ihren Angestellten zudem ermöglichen, aus dem Homeoffice zu arbeiten, Erwachsene im öffentlichen Raum Abstand zueinander halten und Gaststätten Gedränge vermeiden.

Der Einsatz des vor einer Woche eingeführten Corona-Impfnachweises soll zeitnah etwa auf Restaurants und Fitnessstudios ausgeweitet werden. Wenn sich die Infektionslage und die Belastung des Gesundheitswesens weiter verschlechterten, könnten in zwei Schritten weitere Maßnahmen folgen. Am wichtigsten sei aber nach wie vor, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Update, 7. Dezember, 16.11 Uhr: Warenhauskonzern Galeria beantragt weitere Staatshilfen

Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat weitere Staatshilfen beantragt, um die Corona-Krise bewältigen zu können.

Galeria-Finanzvorstand Guido Mager sagte in einem am Dienstag veröffentlichen Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der Antrag auf weitere Millionen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung sei am Wochenende gestellt worden. "Wir erwarten eine wohlwollende Entscheidung noch in diesem Kalenderjahr."

Wie viel Geld der Handelsriese am Ende benötigen wird, steht nach Aussagen von Mager noch nicht fest. "Die aktuellen Pandemieszenarien reichen bis zu einem Betrag von 220 Millionen Euro. Hoffentlich brauchen wir diese Summe nicht", sagte er. Alles hänge davon ab, wie die Entwicklung in den nächsten Monaten weitergehe.

Der Warenhauskonzern gehört zum Firmenimperium des österreichischen Immobilienmilliardärs René Benko. Galeria hatte bereits Anfang 2021 ein Darlehen über 460 Millionen Euro vom WSF erhalten, um die Liquidität in der Pandemie zu sichern.

Galeria ist mit rund 17.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen - 20 000 mit Tochtergesellschaften - ein großer Arbeitgeber, betonte Galeria-Finanzvorstand Guido Mager. Das Unternehmen sei "systemrelevant für die deutschen Innenstädte".  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 7. Dezember, 16.01 Uhr: Rekord-Zahl bei Alkoholtoten in Großbritannien

Im Vereinigten Königreich sind im Corona-Jahr 2020 so viele Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum gestorben wie noch nie.

Der Tod von 8974 Menschen könne landesweit mit Alkohol in Verbindung gebracht werden, teilte das britische Statistikamt ONS am Dienstag mit. Das ist ein Plus von fast einem Fünftel (18,6 Prozent) im Vergleich zu 2019. Lebererkrankungen waren die mit Abstand häufigste Todesursache, Männer starben doppelt so häufig an den Folgen ihres Alkoholkonsums wie Frauen.

Der Anstieg der Todeszahlen sei in allen vier Landesteilen deutlich gewesen, vor allem aber in England und Schottland, teilte die Behörde weiter mit. Daten aus England weisen demnach darauf hin, dass während der Corona-Lockdowns mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen mehr Menschen mehr Alkohol getrunken haben. Experten machen Stress, Einsamkeit und fehlenden Zugang zu Hilfsdiensten für die Steigerung verantwortlich.

Update, 7. Dezember, 15.53 Uhr: Fünf Tote in Brandenburg - Abschiedsbrief: Angst vor Verhaftung wegen gefälschtem Impfzertifikat

Im Fall der fünf Toten in Königs Wusterhausen (Brandenburg) sind Details aus dem Abschiedsbrief des Familienvaters bekannt geworden - und sie deuten auf Sorgen des Mannes vor einer Verhaftung wegen eines gefälschten Impfzertifikats hin. Daraus ergab sich nach Justizangaben vom Dienstag die Befürchtung des 40-Jährigen, dass man ihm und seiner Frau die Kinder wegnehmen werde.

Der Brief, den Ermittler im Haus der Familie gefunden hatten, liegt der Staatsanwaltschaft Cottbus vor. Demnach hatte der Mann ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen, und ihr Arbeitgeber hatte dies erfahren. Nun hatte das Paar Angst vor einer Verhaftung und dem Verlust der Kinder, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon am Dienstag sagte. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Tote Familie in Brandenburg: Gefälschtes Impfzertifikat Grund für die Tragödie?".

Viele Kerzen brennen vor auf einem Gehweg vor einem Einfamilienhaus im Ortsteil Senzig der Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald. Am 4. Dezember hatten Zeugen in diesem Einfamilienhaus leblose Personen gesehen und die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden die fünf Bewohner des Hauses tot vor. Darunter waren auch drei Kinder im Alter von 4, 8 und 10 Jahren. Die beiden Erwachsenen waren jeweils 40 Jahre alt.  © Patrick Pleul/dpa

Update, 7. Dezember, 15.50 Uhr: Arzneimittel Roactemra von Roche erhält EU-Zulassung bei Covid-19

Einen Tag nach der Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat das Pharmaunternehmen Roche die EU-Zulassung für sein Medikament Roactemra bei Covid-19 erhalten.

Eingesetzt werden darf das Tocilizumab-haltige Mittel künftig auch zur Behandlung von Covid-19-Patienten, wie Roche am Dienstag mitteilte. Roactemra ist das vierte in der EU zugelassene Covid-Medikament. Konkret geht es um Patienten mit einem schweren Verlauf, die eine systemische Behandlung mit bestimmten Hormonen (Kortikosteroiden) erhalten und zusätzlichen Sauerstoff oder mechanische Beatmung benötigen.

Bislang ist das Mittel zur Behandlung von Entzündungskrankheiten wie der rheumatoiden Arthritis, der Riesenzellarteriitis oder des Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS) zugelassen.

Update, 7. Dezember, 15.32 Uhr: Mutmaßlicher Maskenverweigerer erschießt zwei Menschen in Moskau

Bei einem Streit ums Maskentragen zum Schutz vor dem Coronavirus hat in Moskau ein Mann eine Pistole gezogen und mindestens zwei Menschen erschossen. Drei weitere Leute seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag mit. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen; der 45-Jährige werde psychologisch untersucht, hieß es.

Unter den Verletzten sei auch ein zehn Jahre altes Mädchen, teilte das Innenministerium mit. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Mutmaßlicher Maskenverweigerer erschießt zwei Menschen!".

Update, 7. Dezember, 15.28 Uhr: Schweizer Regierung aktiviert die Armee für Corona-Einsatz

Die Schweizer Regierung hat den Einsatz der Armee in Krankenhäusern, in Impfzentren oder für den Transport von Covid-19-Patienten genehmigt. Kantone können nun Unterstützung anfordern, wenn ihre eigenen Mittel nicht ausreichen, wie die Regierung am Dienstag in Bern bekanntgab.

Es sei nicht auszuschließen, dass die Kantone wegen der hohen Fallzahlen und der Lage in den Krankenhäusern an ihre Grenzen stoßen. 2500 Armeeangehörige stünden zur Verfügung. Es ist die dritte Mobilisierung von Armeeangehörigen in der Corona-Pandemie nach Einsätzen im Frühjahr und im Herbst 2020.

Pro 100.000 Einwohner infizierten sich in der Schweiz innerhalb von 14 Tagen zuletzt fast 1270 Menschen. Eine Sieben-Tage-Inzidenz wird nicht jeden Tag berechnet. 31 Prozent der Erkrankten auf den Intensivstationen sind an Covid-19 erkrankt. Gut 66 Prozent der Menschen in der Schweiz sind vollständig gegen Corona geimpft.

Update, 7. Dezember, 15.26 Uhr: Saarland will Ausnahmen bei Testpflicht einführen

Das Saarland plant, die Corona-Testpflicht für Menschen mit Booster-Impfung und "Frischgeimpfte" aufzuheben.

Regierungssprecher Alexander Zeyer (CDU) berichtete am Dienstag, dass sich Experten und Minister darin bei der Kabinettssitzung einig gewesen seien. Mit Blick auf die nächsten Bund-Länder-Gespräche am Donnerstag wolle man jedoch noch mit einer Umsetzung der neuen Regelung abwarten. Entsprechende Details werde man am Donnerstagabend oder Freitag bekanntgeben, nach Zeyers Angaben könnte sie dann voraussichtlich schon am Samstag in Kraft treten.

Dann könnten Menschen mit einer dritten Auffrischungsimpfung und «Frischgeimpfte» bei 2G-plus-Regelungen von der Testpflicht ausgenommen werden.

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