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Wo fließen in Zwickau eigentlich die Millionen hin?

 Jetzt geht's ums Geld. Zwickau steckt in einem millionenschweren Haushaltsloch. 

Von Doreen Grasselt

Knapp 400 000 Euro sollen 2017 ins Schumann-Haus fl ießen.

Zwickau - Jetzt geht's ums Geld. Zwickau steckt in einem millionenschweren Haushaltsloch. 

Dennoch hat die Verwaltung gestern dem Stadtrat den neuen Finanzplan fürs kommende Jahr vorgelegt. Erfreulich: Es wird kräftig investiert.

Insgesamt plant die Stadt für 2017 Investitionen von 34 Millionen Euro. Für den Rettungsdienst etwa wird knapp eine Million Euro geplant. Eine weitere

Million fließt in die neue Stadtbibliothek und das Robert-Schumann-Haus. Bis 2020 sind außerdem drei Millionen Euro für die Landesgartenschau 2022 vorgesehen. Für Schulsanierungen will die Stadt etwa 4,8 Millionen Euro ausgeben, zehn Millionen für die Neugestaltung des verkommenen Bahnhofsvorplatzes. Dennoch ist Zwickau längst nicht raus aus den Miesen. Für die Jahre 2016 und 2017 fehlen im Haushalt etwa 47 Millionen Euro. "Leider kann auch mit dem Haushalt 2017 keine Änderung der Gewerbesteuereinnahmen erwartet werden", erklärt Finanzbürgermeister Bernd Meyer (64, Linke).

Schuld am Millionenloch ist vor allem die VW-Krise, die Zwickau im Herbst des vergangenen Jahres sogar zur Haushaltssperre gezwungen hatte (TAG24 berichtete). Trotzdem soll die Pro-Kopf-Verschuldung bis 2022 drastisch gesenkt werden.  

In die neue Stadtbibliothek werden etwa 600 000 Euro investiert.
Für die Rettungsleitstelle plant die Stadt etwa eine Million Euro ein.
Das Robert-Schumann-Haus ist eines der wichtigsten Museen der Stadt Zwickau.

   

Fotos: Klaus Jedlicka, Pro Picture/Ralph Köhler

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