31 Jahre Mauerfall: Gedenken mit Rosen und Kerzen in Berlin

Berlin - Am 9. November 2020 jährt sich zum 31. Mal der Fall der Berliner Mauer. Große Feierlichkeiten können aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Dennoch soll dem Tag und den Opfern des DDR-Grenzregimes auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße in Berlin-Mitte gedacht werden.

Thomas Jeutner (l.), Pfarrer der Evangelischen Versöhnungsgemeinde, und Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, stecken anlässlich des Mauerfalls vor 31 Jahren Rosen in die Hinterlandmauer.
Thomas Jeutner (l.), Pfarrer der Evangelischen Versöhnungsgemeinde, und Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, stecken anlässlich des Mauerfalls vor 31 Jahren Rosen in die Hinterlandmauer.  © Jörg Carstensen/dpa

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, und der Pfarrer der Evangelischen Versöhnungsgemeinde, Thomas Jeutner, steckten am Montag bunte Rosen in die Hinterlandmauer und entzündeten Kerzen in Erinnerung an die Friedliche Revolution im Herbst 1989.

Die zentrale Gedenkveranstaltung mit Gästen aus Politik und Gesellschaft sowie Zeitzeugen musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, wie es in einer Mitteilung hieß.

Die Stiftung Berliner Mauer veröffentlichte auf ihrer Internetseite ein Video mit Statements von zehn Persönlichkeiten.

Darunter ist auch Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (55, SPD), der bereits am Vorabend des Jahrestages der Öffnung der Berliner Mauer gedachte.

An der Berliner Mauer sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 140 Menschen gestorben

Die Ausstellung auf dem Platz des 9. November 1989 wird von Interessierten besucht. An dieser Stelle wurde heute vor 31 Jahren zuerst die Berliner Mauer geöffnet.
Die Ausstellung auf dem Platz des 9. November 1989 wird von Interessierten besucht. An dieser Stelle wurde heute vor 31 Jahren zuerst die Berliner Mauer geöffnet.  © Jörg Carstensen/dpa

"Die Teilung der Stadt mit all ihren Folgen war für die Menschen in Berlin und in unserem Land eine bittere Zeit, für viele war es eine Zeit voller Schmerzen und Leiden", erklärte Müller laut einer Mitteilung am Sonntag.

"Daran zu denken, ist wichtig, gerade wenn wir uns auch an die Freude des Tages erinnern, an dem die Mauer in Berlin wieder offen war."

Die Bernauer Straße gilt als Symbol der deutschen Teilung. Als die Mauer 1961 hochgezogen wurde, lag die Häuserfront der Straße im Osten, der Bürgersteig im Westen.

Mit dem 9. November 1989 ging die deutsche Teilung nach rund 40 Jahren zu Ende, die Berliner Mauer selbst hatte mehr als 28 Jahre Bestand.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an dem etwa 160 Kilometer langen Bauwerk in der Hauptstadt mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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