64-jähriger Mörder tot in seiner Zelle gefunden

Brandenburg/Havel - Wollte er sich seiner Strafe entziehen? Ein verurteilter Mörder (64) ist in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg/Havel leblos in seiner Zelle aufgefunden worden.

In der JVA Brandenburg/Havel wurde am Montagmorgen ein 64-jähriger Mörder leblos in seiner Zelle aufgefunden. (Archivfoto)
In der JVA Brandenburg/Havel wurde am Montagmorgen ein 64-jähriger Mörder leblos in seiner Zelle aufgefunden. (Archivfoto)  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Der Notarzt habe trotz intensiver Wiederbelebungsmaßnahmen am Montagmorgen nur noch den Tod des Mannes feststellen können, der gegen 5.33 Uhr stranguliert in seiner Zelle aufgefunden wurde, teilte das Justizministerium mit.

Nach Angaben des Ministeriums war der 64-Jährige 2004 wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden und aktuell in der sozialtherapeutischen Abteilung der JVA untergebracht.

Hinweise auf eine erhöhte Suizidgefahr hätten nicht vorgelegen, berichtete das Ministerium.

In der Zelle des Häftlings wurden mehrere Abschiedsbriefe aufgefunden.

Eine Überprüfung der Umstände des Suizids sei eingeleitet und der Suizidbeauftragte des Justizvollzugs eingeschaltet worden.

Im vergangenen Jahr hatte es vier Suizide in Brandenburger Gefängnissen geben und im Jahr 2019 zwei Fälle.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide. Da der Vorfall aber eine Bedeutung für die Öffentlichkeit hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

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