Trotz heftigen Protesten: Abi-Prüfungen beginnen an Berliner Schulen

Berlin - Trotz zuletzt heftiger Kritik von Schüler- und Elternvertretern beginnen am Montag in Berlin die Abiturprüfungen.

Ein Schild mit der Aufschrift "Abitur Bitte Ruhe!" hängt in einer Schule. (Archivbild)
Ein Schild mit der Aufschrift "Abitur Bitte Ruhe!" hängt in einer Schule. (Archivbild)  © Felix Kästle/dpa

Zunächst stehen vor allem die schriftlichen Arbeiten in Latein an, teils aber auch in anderen Fächern. 

Nach fünf Wochen Schließung sind die 14.600 Abiturienten die ersten, die wieder in ihre Schulen zurückkehren. Die Abiturprüfungen werden in etwa 150 staatlichen Schulen und einigen weiteren Einrichtungen freier Träger abgehalten - unter bislang nie da gewesenen Umständen. 

Um eine Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu minimieren, gelten dort zahlreiche Abstands- und Hygieneregeln.

Scheeres hielt an Abiturprüfungen fest

Der Landesschülerausschuss machte wochenlang gegen die Prüfungen Front und forderte ein Abi ohne Abschlusstests. Viele Schüler seien in der Corona-Krise verunsichert und hätten sich zu Hause nicht richtig vorbereiten können. Etliche hätten gesundheitliche Bedenken. 

Auch die Elternvertretung äußerte sich kritisch. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (50, SPD) hatte dagegen wiederholt auf die Abstandsregeln verwiesen und unterstrichen, dass Berlin die Prüfungen nicht im Alleingang absagen könne.

Im Sinne einer bundesweiten Anerkennung des Berliner Abiturs sei ein gemeinsames Vorgehen der Länder nötig.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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