AfD-Eklat! TV-Interview mit Alice Weidel eskaliert: "Das ist eine Unverschämtheit"

Berlin - Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel (41), hat einen Reporter des Fernsehsenders "Phoenix" mitten in einem Live-Interview stehen lassen.

Alice Weidel (41), stellvertretende Bundessprecherin, desinfiziert sich die Hände beim Bundesparteitag der AfD.
Alice Weidel (41), stellvertretende Bundessprecherin, desinfiziert sich die Hände beim Bundesparteitag der AfD.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Reporter hatte Weidel am Samstag am Rande eines Bundesparteitages der AfD im nordrhein-westfälischen Kalkar die Frage gestellt:

"Sozialpolitik, da ist sich die AfD ja auch nicht einig, soll es eher in die wirtschaftsliberale, mehr in die sozialpatriotische nennen sie es, andere sagen sozialnationalistische Richtung gehen?"

Weidel entgegnete: "Was bitte, was für eine Richtung?"

Der Reporter gab zurück, er habe hier nur aus einem Presseartikel zitiert, ohne sich dessen Inhalt zu eigen zu machen.

Sie lehne die Art der Fragestellung trotzdem ab, sagte Weidel. "Das ist eine Unverschämtheit", fügte sie hinzu, bevor sie das Interview schließlich abbrach und grußlos davonstürmte.

Weidel, die dem AfD-Bundesvorstand angehört, hatte vor der Bundestagswahl 2017 eine Talk-Runde vorzeitig verlassen, nachdem sie sich über den Gesprächsverlauf geärgert hatte.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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