AfD-Landeschef Holm fordert "nationales Corona-Immunitätsregister"

Berlin/Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns AfD-Landeschef Leif-Erik Holm (49) hat die Bundesregierung aufgefordert, ein nationales Corona-Immunitätsregister zu schaffen.

Leif-Erik Holm (49), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, spricht während einer Sitzung des Deutschen Bundestages im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes.
Leif-Erik Holm (49), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, spricht während einer Sitzung des Deutschen Bundestages im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes.  © Gregor Fischer/dpa

Dort könnten sich nachweislich von einer Corona-Infektion Genesene freiwillig eintragen lassen und so von Ausgangsbeschränkungen befreit werden, heißt es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung des stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Bundestag.

"Es ist ein hoffnungsvolles Zeichen in dieser Krise, dass immer mehr Menschen Covid-19 überstanden und Antikörper entwickelt haben", so Holm.

Die bekannte Zahl der Genesenen liege aktuell bei etwa 30.000. 

Gehe man bei der Dunkelziffer vom Faktor 10 aus, seien heute schon 300.000 Menschen in ganz Deutschland immun gegen das Corona-Virus.

"Für diese immer größere Gruppe könnten wir jetzt schon mit der Normalisierung beginnen", schrieb Holm. Wer die Krankheit überstanden habe, solle sich wieder frei bewegen, arbeiten und auch Urlaub machen dürfen. 

"Für die Wirtschaft und gerade auch für unsere gebeutelte Touristikbranche wäre das ein Segen, so Holm weiter.

Wie das Vorhandensein einer Immunisierung etwa bei Reisenden kontrolliert werden soll, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete nicht.

In Deutschland ist es nicht meldepflichtig, wenn ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Patient genesen ist. Deshalb gibt es dazu keine belastbaren statistischen Daten. 

Holm forderte daher die Bundesregierung auf, die Testkapazitäten massiv auszubauen, insbesondere für massentaugliche Antikörper-Tests.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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