Andreas Kalbitz boxt AfD-Parteifreund versehentlich ins Krankenhaus

Berlin/Potsdam - Da gingen mit ihm wohl die Pferde durch! Nach einer Begegnung mit Ex-Fraktionschef Andreas Kalbitz (47) liegt Dennis Hohloch (31), Parlamentarischer Geschäftsführer der Brandenburger AfD-Fraktion, im Krankenhaus.

Dicht gedrängt und ohne Mund-Nasen-Maske nehmen die Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Dennis Hohloch (31, l.) und Andreas Kalbitz (47) Glückwünsche von Gästen zur Eröffnung eines Wahlkreisbüros entgegen.
Dicht gedrängt und ohne Mund-Nasen-Maske nehmen die Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Dennis Hohloch (31, l.) und Andreas Kalbitz (47) Glückwünsche von Gästen zur Eröffnung eines Wahlkreisbüros entgegen.  © Wolfgang Kumm/dpa

Wie das "RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)" berichtet, habe Kalbitz seinen Parteifreund vor einer Woche einen Begrüßungsboxschlag in den Fraktionsräumen des Potsdamer Landtags verpasst. 

Hohloch, der Kalbitz als Fraktionschef vertritt, liegt nun mit inneren Verletzungen in einem Berliner Krankenhaus. Der Politiker sei mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Was war passiert: Wie laut "RND" aus parteiinternen Chats und weiteren Dokumente ersichtlich ist, habe Hohloch im Büro eines Fraktionskollegen gesessen. 

Kalbitz sei hereingekommen und habe seinen Vertreter "statt einer Begrüßung unkontrolliert heftig in die Seite geboxt", berichtet "RND" weiter. 

Wenig später habe der 31-Jährige über heftige Magenschmerzen geklagt. Am nächsten Tag die ärztliche Diagnose: innere Verletzungen. 

Schnell wurden laut "RND" AfD-Gerüchte um eine Prügelei gestreut. Es soll aber keinen Streit gegeben haben noch habe eine Verletzungsabsicht vorgelegen. 

Es sei eine"Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen, heißt es nach "RND"-Informationen aus dem näheren Umfeld des 47-Jährigen.

Bis zu einem Gerichtsentscheid über seinen Partei-Rauswurf lässt Kalbitz seinen Fraktionsvorsitz seit dem 4. August ruhen. Die Amtsgeschäfte führt bis dahin Hohloch. 

Die erste Verhandlung vor dem Landgericht Berlin ist für den kommenden Freitag angesetzt.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

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