Angesteckt im Unterricht? Berliner Lehrer stirbt an Corona!

Berlin - Die Carl-von-Ossietzky-Schule in Berlin-Kreuzberg trauert um ihren Kollegen! Ein Lehrer soll an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sein.

Stühle sind in einem Klassenzimmer einer Grundschule hochgestellt. (Symbolbild)
Stühle sind in einem Klassenzimmer einer Grundschule hochgestellt. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

"Wir werden seine Lebensfreude, seine Zugewandtheit und seinen Humor vermissen. In unseren Gedanken sind wir bei seiner Familie", heißt es in der Traueranzeige auf Facebook.

Wie der Tagesspiegel berichtet, soll der Mann keine Vorerkrankung gehabt haben. Schlimmer noch: die Lehrkraft soll sich im Unterricht angesteckt haben.

"Mir fehlen noch die Worte! Unser Kollege ist an Folgen einer Corona-Infektion gestorben", twitterte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Friedrichshain-Kreuzberg, Gökhan Akgün. "Er war junger Familienvater und hatte keine Vorerkrankungen. Die Infektion erfolgte höchstwahrscheinlich im Dienst!"

Wo genau sich der Verstorbene angesteckt hat, ist allerdings unklar. Schließlich ist der ganze Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ein Corona-Hotspot.

Allerdings sollen es dem Bericht zufolge in einer Klasse, in der er unterrichtete, mehrere Corona-Fälle gegeben haben. Auch eine weitere Lehrkraft ist demnach positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Lehrer lag seit Mitte November im Krankenhaus

Klar ist: Am 10. November ging es für den Pädagogen in Quarantäne, fünf Tage später zeigte er nach Tagesspiegel-Informationen die typischen Corona-Symptome und musste ins Krankenhaus. Dort sei er am Donnerstag gestorben.

Der Tod des Lehrers könnte die Debatte um die Schließung von Schulen neu entfachen. "Wir haben nie behauptet, dass Schulen ohne Risiko sind. Deshalb ist es unsere Hauptaufgabe, Standards festzulegen, mit denen das Risiko minimiert wird", wies der Sprecher der Senats-Bildungsverwaltung, Martin Klesmann, die Vorwürfe von Akgün zurück.

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (50, SPD) hat sich ebenfalls bestürzt gezeigt. "Es ist furchtbar", teilte sie mehreren Medien in einem Statement mit. "Der Tod dieses engagierten und von allen sehr geschätzten Lehrers zeigt uns einmal mehr, wie schrecklich dieses Virus ist."

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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