Arbeitslosigkeit stagniert in Berlin trotz Corona-Einschränkungen

Berlin - Der Lockdown verursacht kaum Auswirkungen: Trotz der Ende des Jahres verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise hat sich der Arbeitsmarkt in Berlin im Dezember kaum verändert.

Der Arbeitsmarkt hat sich im Dezember in Berlin trotz des neuerlichen Lockdowns kaum verändert. (Symbolfoto)
Der Arbeitsmarkt hat sich im Dezember in Berlin trotz des neuerlichen Lockdowns kaum verändert. (Symbolfoto)

202.388 Menschen waren im letzten Monat des vergangenen Jahres in der Hauptstadt arbeitslos gemeldet und damit lediglich 75 mehr als im November, wie die zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte.

Die Arbeitslosenquote lag im Vergleich zum November unverändert bei 10,1 Prozent. Verglichen mit dem Dezember des Vorjahres waren es dafür 52.238 Arbeitslose mehr.

Die Arbeitslosenquote stieg innerhalb eines Jahres um 2,4 Prozentpunkte.

"Trotz des neuerlichen Lockdowns zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region zum Jahresende in einer stabilen Verfassung", teilte die neue Chefin der Regionaldirektion, Ramona Schröder, mit.

"Die von den Einschränkungen betroffenen Unternehmen nutzen weiter stark die Regelungen zur Kurzarbeit. Das stabilisiert den Arbeitsmarkt."

Demnach haben in Berlin im Dezember 2708 Betriebe für rund 21.000 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Das waren laut Regionaldirektion in etwa so viele wie im November.

Wie viele Menschen tatsächlich auch in Kurzarbeit waren, lässt sich hingegen nur mit Verzögerung ermitteln. Die aktuellsten Daten liegen nun für den September vor. Demnach haben damals in Berlin 90.673 Arbeitnehmer kurzgearbeitet. Das entsprach rund 5,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Hauptstadt.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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