Auf Berliner Alexanderplatz sich angezündet: Mensch stirbt im Krankenhaus

Berlin - Die Person, die sich am Dienstag auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte angezündet hatte, ist gestorben.

Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen nach dem Vorfall am Dienstag vor einer Filiale der Galeria Kaufhof in Berlin-Mitte.
Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen nach dem Vorfall am Dienstag vor einer Filiale der Galeria Kaufhof in Berlin-Mitte.  © Dominik Totaro

Der 40 Jahre alte Mensch erlag noch in den späten Nachmittagsstunden in einem Berliner Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, wie ein Sprecher der Berliner Polizei am Mittwochnachmittag mitteilte.

Zuvor hatte es geheißen, dass keine Lebensgefahr bestehe. Offenbar verschlechterte sich der Zustand.

Die Trans-Person hatte sich am Dienstag um 13.20 Uhr auf dem Alexanderplatz wortlos zuerst mit Benzin übergossen und sich dann angezündet. Zeugen hatten die Einsatzkräfte über den Vorfall informiert.

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Die in Flammen stehende Person war laut Angaben der Polizei vom Dienstag von einem Mitarbeiter der Filiale der Galeria Kaufhof mit einem Feuerlöscher gelöscht und mit einem Rettungswagen in eine Spezialklinik gebracht worden.

Ein Seelsorger hatte sich vor Ort um die Zeugen nach diesem schockierenden Erlebnis gekümmert, teilte die Polizei auf Twitter mit.

Zu den Gründen, warum sich der Mensch angezündet hatte, machten die Beamten zunächst keine Angaben.

Eine politische Motivation werde nach dem aktuellen Erkenntnisstand weiterhin ausgeschlossen, hieß es am Mittwoch.

Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über versuchte Suizide oder Selbstverletzungen. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Dominik Totaro

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