Autofreie Friedrichstraße soll Einzelhandel beleben: Einweihung abgesagt

Berlin - Mit dem Start des Modellprojekts einer autofreien Friedrichstraße in Berlin am Samstag um 13 Uhr hofft Verkehrssenatorin Regine Günther (57, Bündnis 90/Die Grünen) auf eine Belebung des Einzelhandels während der Corona-Pandemie.

Die autofreie Friedrichstraße soll den Einzelhandel in der Corona-Krise ankurbeln. Die geplante Einweihungsfeier wurde aufgrund der am Samstag in Berlin stattfindenden Corona-Demo abgesagt.
Die autofreie Friedrichstraße soll den Einzelhandel in der Corona-Krise ankurbeln. Die geplante Einweihungsfeier wurde aufgrund der am Samstag in Berlin stattfindenden Corona-Demo abgesagt.  © Fabian Sommer/dpa

Das Konzept "dass nur Autos durchgeführt werden" komme an seine Grenzen, sagte Günther im Inforadio des RBB. Die Sperrung zwischen Französischer Straße und Leipziger Straße soll demnach dafür sorgen, dass sich mehr Kunden auf dem Boulevard wohl fühlen - ohne vorbeifahrende Autos. Das Projekt soll bis Ende Januar des kommenden Jahres andauern.

65 Bäume, Bänke und Aktionen der Händler und Cafés sollen dazu beitragen, den "Erosionsprozess" zu stoppen, der sich in den vergangenen Jahren durch Ladenschließungen abgezeichnet hatte.

Wenn Menschen sich länger in der Straße aufhalten, dann werde auch mehr eingekauft, "das haben alle anderen Städte gezeigt, die so etwas auch gemacht haben". Radverkehr soll weiterhin erlaubt bleiben, allerdings nur maximal mit Tempo 20 und Rücksicht auf die Fußgänger.

Einweihung wird aufgrund der Corona-Demo abgesagt

Die ursprünglich für Samstagmittag geplante Einweihung ist derweil abgesagt worden. "Heute ist nicht der richtige Tag dafür", sagte der stellvertretende Senatssprecher Julian Mieth (38) am Samstagnachmittag. Grund sei die spontane Auflösung der Demonstration der Initiative "Querdenken 711", die sich gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung richtet. Tausende Demonstranten hatten sich im Umfeld der Friedrichstraße versammelt.

"Der Abzug der Menschen wird eine längere Zeit dauern", sagte eine Polizeisprecherin. In der Friedrichstraße und Umgebung seien "große Menschenmengen" unterwegs.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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