Kaum eröffnet: Pannenflughafen BER will Start- und Landebahn schließen

Berlin - Am neuen Hauptstadtflughafen BER soll Anfang Dezember wegen der geringen Passagierzahlen die südliche Start- und Landebahn vorübergehend geschlossen werden.

Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup kann sich über eine erneute Finanzhilfe freuen. (Bildmontage)
Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup kann sich über eine erneute Finanzhilfe freuen. (Bildmontage)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der Verkehr läuft dann für unbestimmte Zeit allein über die Nordbahn, wie Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup (64) am Freitag ankündigte.

Zudem solle spätestens Ende März das Terminal 5, der ehemalige Flughafen Schönefeld, zunächst für ein Jahr geschlossen werden. "Wir müssen Betriebskosten senken", sagte Lütke Daldrup nach einer Aufsichtsratssitzung.

Die Passagierzahlen fallen nach Lütke Daldrups Prognose noch schwächer aus als vor wenigen Monaten erwartet. In diesem Jahr werden an den Berliner Flughäfen 9,1 Millionen Fluggäste erwartet, im nächsten Jahr 10 Millionen.

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es noch rund 36 Millionen Reisende.

Hilfe gibt es vom Bund, sowie von den Ländern Berlin und Brandenburg in Form einer millionenschweren Finanzhilfe. "Die Gesellschafter werden uns im nächsten Jahr ein Corona-Darlehen von insgesamt 660 Millionen Euro bereit stellen", sagte der Flughafenchef am Freitag. Die Verträge seien schon verhandelt.

In der Summe enthalten sind nach Unternehmensangaben auch 108 Millionen Euro, die die Flughafeneigentümer schon vor zwei Jahren für 2021 zugesagt hätten. "Wir arbeiten hart daran, dass es uns gelingt, dieses Geld nicht komplett in Anspruch zu nehmen", versicherte Lütke Daldrup. Er geht davon aus, dass der neue Flughafen 2025 seine Betriebskosten allein decken kann.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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