Charité schlägt Alarm: Schutzmasken aus dem Verkehr gezogen

Berlin -  Wegen befürchteter Mängel hat die Charité in Berlin Personal zur Rückgabe bestimmter Schutzmasken aufgerufen.

FFP2-Masken werden an einem Stand vor einem Supermarkt angeboten.
FFP2-Masken werden an einem Stand vor einem Supermarkt angeboten.  © Frank Molter/dpa

"Die Charité hat FFP2-Masken am vergangenen Donnerstag zurückgerufen, da ein falsches CE-Zertifikat vorlag", teilte die Sprecherin des Universitätsklinikums, Manuela Zingl, am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Was das für die Schutzwirkung der Masken bedeutet, war zunächst offen: "Aktuell werden die besagten Masken in einem unabhängigen Labor geprüft», erklärte Zingl. Zudem prüfe die Charité eine Strafanzeige gegen den Lieferanten.

Mit dem Anbringen des CE-Zeichens dokumentieren Hersteller in eigener Verantwortung, dass ihr Produkt EU-Richtlinien erfüllt, zum Beispiel an die Sicherheit. 

Masken der Schutzstufe FFP2 zählen zu den Profi-Masken für den medizinischen Bereich - damit sollen Träger sich auch vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 schützen können.

Alle betroffenen Stationen seien "umgehend informiert und die Masken binnen weniger Stunden aus dem Verkehr gezogen und gegen ein anderes Fabrikat ausgetauscht" worden, hieß es. 

Rückruf von FFP2-Masken

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die damit gearbeitet haben, wurden aufgerufen, vorsorglich erneut einen Corona-PCR-Test zu machen. 

Wie viele Masken bereits ausgegeben waren und in welchen Bereichen sie zum Einsatz kamen, blieb zunächst offen.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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