Demo gegen Rassismus: Tausende protestieren auf dem Berliner Alexanderplatz

Berlin - Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA haben sich am Samstag auf dem Berliner Alexanderplatz zahlreiche Menschen zu einer "stillen" Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt versammelt.

Teilnehmer einer Kundgebung protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt.
Teilnehmer einer Kundgebung protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt.  © Carsten Koall/dpa

Die Polizei rief dazu auf, wegen der Corona-Pandemie genügend Abstand zu halten. Angemeldet waren 1500 Teilnehmer. Die Polizei rechnete aber mit bis zu 10.000 Teilnehmern und sprach von einer friedlichen Atmosphäre. Schon kurz nach Beginn am Samstag war der Alexanderplatz voll. Die Polizei rief dazu auf, angrenzende Straßen zu nutzen.

Im Internet waren Aufrufe zu "Silent Demos" in zahlreichen weiteren Städten in Deutschland veröffentlicht worden. "Nein zu Rassismus" und "Black Lives Matter" (Schwarze Leben zählen), hieß es dort. 

Die Demonstranten wurden aufgefordert, in schwarzer Kleidung zu erscheinen. Man wolle während der Demonstration still und schweigend ("silent") an den Tod von Floyd erinnern.

Teilnehmer einer Kundgebung protestieren auf dem Alexanderplatz gegen Rassismus und Polizeigewalt.
Teilnehmer einer Kundgebung protestieren auf dem Alexanderplatz gegen Rassismus und Polizeigewalt.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Floyd war am 25. Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Großstadt Minneapolis gestorben. Daraufhin kam es zu Protesten und teilweise auch Ausschreitungen in mehreren Städten der USA.

Update, 17 Uhr: Nach Polizeiangaben sollen sich am Ende 15.000 Teilnehmer auf dem Alexanderplatz versammelt haben.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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