Fahrrad-Sternfahrt in Berlin: Protest-Radler auf dem Weg zur Siegessäule

Berlin - Erste Teilnehmer der Demonstration für eine fahrradfreundliche Stadt sind am Sonntag auf den Straßen Berlins unterwegs gewesen.

Radfahrer sind bei der traditionellen Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) an der Siegessäule unterwegs. (Archivbild)
Radfahrer sind bei der traditionellen Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) an der Siegessäule unterwegs. (Archivbild)  © Paul Zinken/dpa

Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) machten sich am Vormittag mit ihren Rädern vom Bahnhof Wannsee in Richtung Berlin-Mitte auf, wie eine Sprecherin des ADFC mitteilte. 

Die offizielle Demonstration findet zwischen 14 und 15 Uhr rund um die Siegessäule statt.

Die Idee des Protests: Die Radfahrer sollen sich einzeln oder zu zweit im Abstand von rund 100 Metern so aufstellen, dass sich insgesamt ein Stern ergibt. Von der Siegessäule abgehende große Verkehrsstraßen symbolisieren die Strahlen. 

Die Teilnehmer hätten sich vorab auf der Internetseite des ADFC für eine Position auf dem Stern anmelden müssen, hieß es. 

Wenn sie vor Ort sind, sollen sie sich in eine App einloggen. Dort sehen sie live die anderen Teilnehmer - wenn alles gut geht, in Form eines Sterns.

Im Aufruf des ADFC heißt es, der Großteil des öffentlichen Raums gehöre immer noch dem Auto. Daher brauche es schnellstens und flächendeckend neue Radwege, damit die Menschen in Berlin "gut und sicher" mit dem Fahrrad unterwegs sein können. Die jüngst eingerichteten sogenannten Pop-Up-Radwege seien sehr sinnvoll, könnten aber nur der Anfang sein.

Vor einem Jahr radelten rund 90.000 Menschen bei der Sternfahrt zur Siegessäule, der ADFC sprach von der "größten jährlichen Fahrrad-Demonstration der Welt". 

Wegen der Corona-Pandemie plant der Fahrradclub dieses Jahr nur mit einigen hundert Teilnehmern. Die Sternfahrt gibt es seit 1977.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

Mehr zum Thema Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0