Deutsche Wohnen selbstbewusst: "Berlin ist und bleibt unser Kernmarkt"

Berlin – Die Deutsche Wohnen will trotz Mietendeckels und Enteignungs-Volksbegehren weiter in Berlin investieren.

Berlin ist der Kernmarkt von Deutsche Wohnen.
Berlin ist der Kernmarkt von Deutsche Wohnen.  © Paul Zinken/dpa

"Berlin ist und bleibt unser Kernmarkt", sagte Vorstandschef Michael Zahn der "Berliner Morgenpost". Der Schwerpunkt werde nicht verlegt. "Wir sind gerade dabei, die ersten größeren Neubauprojekte in Berlin zu starten." 

Zahn sprach unter anderem über den Neubau von rund 600 Wohnungen im Charlottenburger Ortsteil Westend.

Berlins größter privater Vermieter wird an der Frankfurter Börse von Montag an im Leitindex Dax geführt. Der Senat prüft gerade, wie es mit dem Volksbegehren "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" weiter geht. 

Die Initiatoren haben in der ersten Stufe 77.000 Unterschriften für ihre Forderung gesammelt, Unternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen zu vergesellschaften.

Mieten seit Februar eingefroren

Eine Initiative fordert, Deutsche Wohnen zu enteignen.
Eine Initiative fordert, Deutsche Wohnen zu enteignen.  © Christoph Soeder/dpa

Der Senat tue gut daran, sich und seine Verantwortung für die Stadt zu hinterfragen, sagte Zahn. "Ob die Enteignungskampagne hilft, mehr zu bauen oder zu sanieren und die Wirtschaft zu transformieren hin zu einer modernen und klimafreundlichen Industriekultur? Ich glaube nicht."

In der Stadt sind die Mieten seit Februar auf dem Stand vom Juni 2019 eingefroren. Vom nächsten Jahr an sind Erhöhungen um 1,3 Prozent möglich. 

Die Deutsche Wohnen hat vorgeschlagen, dass künftig der Staat teilweise den Mieteranteil an Sanierungskosten übernimmt, die dem Energiesparen und dem Klimaschutz dienen. 116.000 von 160.000 Wohnungen des Konzerns liegen in Berlin.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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