Zu wenig öffentliches Internet in Brandenburg: Nur etwa halb so viele WLAN-Hotspots wie geplant

Potsdam – Der Telekommunikationsanbieter Vodafone kann den für diesen Monat vereinbarten Aufbau von 1200 öffentlichen WLAN-Hotspots in Brandenburg nicht abschließen.

530 Anlagen für öffentliches WLAN wurden installiert. (Symbolbild)
530 Anlagen für öffentliches WLAN wurden installiert. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Wie das Wirtschaftsministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion mitteilte, wurden bis Ende April erst rund 530 Anlagen installiert. Darüber hatten zuvor unter anderem der Nordkurier und die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichtet.

Eine größere Zahl von Hotspots sei wegen "unzulänglicher technischer Rahmenbedingungen" nicht errichtet worden, erklärte das Ministerium. Zudem habe die Corona-Pandemie die erforderlichen Prüfungen erschwert. Daher könnten derzeit kaum weitere Sendeeinrichtungen montiert werden. 

Wann mit dem weiteren Ausbau des öffentlichen WLAN-Netzes zu rechnen ist, teilte das Ministerium nicht mit.

Bis 2024 fünf Millionen Euro bewilligt

Die Errichtung öffentlicher WLAN-Zugangspunkte, die kostenlos genutzt werden können, hatte der Landtag Mitte 2017 beschlossen. Zunächst war noch von 1.200 bis 1.500 Anlagen die Rede. Ein europaweites Ausschreibungsverfahren beinhaltete einen fünfjährigen Betrieb der Hotspots. Dafür waren bis 2024 fünf Millionen Euro bewilligt worden. Die ersten Anlagen errichtete Vodafone Ende April/Anfang Mai 2019.

Laut Wirtschaftsministerium will das Land Brandenburg die Hotspots über die fünfjährige Nutzung hinaus nicht weiter betreiben. Vertraglich sei Vodafone verpflichtet, die Anlagen wieder abzubauen. Jedoch hätten Kommunen vereinzelt Interesse an einer weiteren Nutzung angemeldet. Ein weiterer Betrieb der WLAN-Hotspots müsse daher im Einzelfall mit Vodafone geklärt werden.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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