Zwei Drittel Umsatzrückgang! So sehr leiden Radiosender unter der Corona-Krise

Berlin – Was Leser-, Hörer- beziehungsweise Zuschauerzahlen angeht, können sich die Medien derzeit nicht beschweren. Viele profitieren publizistisch von der Informations- und Unterhaltungsgier der Menschen in der Corona-Krise. Dennoch leidet die Branche unter der Pandemie, nämlich in wirtschaftlicher Hinsicht.

Radiosender sind in der Coronakrise wirtschaftlich gebeutelt. (Symbolbild)
Radiosender sind in der Coronakrise wirtschaftlich gebeutelt. (Symbolbild)  © Lukas Schulze/dpa

"Die privaten Radio- und TV-Programme erweisen sich aus publizistischer Sicht als äußerst wichtig und leistungsfähig in der aktuellen Krisensituation", stellt die Regierung fest und fügt hinzu: 

"Sie informieren die Bevölkerung und begleiten die Menschen durch den Tag, bieten Orientierung, Service und bringen die kulturellen Angebote Berlins in die Wohnzimmer", heißt es von Seiten des Senats.

Er räumt den Sendern also einen hohen Stellenwert ein, ist sich aber ihrer schwierigen finanziellen Situation bewusst. 

"Der lokale und regionale private Rundfunk in Berlin ist massiv von der Corona-Krise betroffen. Wirtschaftlich sind ein Großteil der Einnahmen aus Werbung und Veranstaltungen, aber auch Auftrags- und Spotproduktionen der Radio- und TV-Anbieter durch die Eindämmungsmaßnahmen weggebrochen."

Vielfalt der Rundfunklandschaft existenziell bedroht

Vor großen wirtschaftlichen Problemen stünden besonders kleinere Sender. 

Die Vielfalt der Rundfunklandschaft der Hauptstadt und in Brandenburg und ihr wichtiger Beitrag zur Meinungsbildung seien existenziell bedroht, weiß der Senat.

Auf die schriftliche Anfrage des Abgeordneten Stefan Förster (39, FDP) hin, wie drastisch der Umsatzrückgang der Medien sei, spricht die Regierung in ihrem Antwortschreiben davon, dass die landesweiten Hörfunksender der Hauptstadt von durchschnittlich zwei Drittel Umsatzrückgang im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zur Jahresplanung ausgehen.

Allein in den Monaten April, Mai und Juni entspreche das einem Einbruch von rund zehn Millionen Euro im Vergleich zu dem, was eigentlich geplant war!

Titelfoto: Lukas Schulze/dpa

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