Berliner Polizei verbietet "Querdenken"-Demonstration am 30. Dezember

Berlin - Rückschlag für "Querdenker": Die für den 30. Dezember in Berlin geplante "Querdenken"-Demonstration gegen staatliche Beschränkungen in der Corona-Krise wird verboten. Angesichts der Pandemiesituation würde eine Versammlung zur unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung führen, teilte die Berliner Polizei am Mittwochabend mit.

Teilnehmer stehen am 21. November 2020 auf der Querdenken-Demo gegen die Corona-Einschränkungen auf dem Alexanderplatz. Die ursprünglich für Silvester geplante große Demo darf nun laut der Polizei Berlin auch nicht am 30. Dezember stattfinden. (Symbolfoto)
Teilnehmer stehen am 21. November 2020 auf der Querdenken-Demo gegen die Corona-Einschränkungen auf dem Alexanderplatz. Die ursprünglich für Silvester geplante große Demo darf nun laut der Polizei Berlin auch nicht am 30. Dezember stattfinden. (Symbolfoto)  © Fabian Sommer/dpa

Für die Kundgebung hatten die Kritiker der Corona-Politik 22.500 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni angemeldet.

Ursprünglich war die Demonstration unter dem Motto "Willkommen 2021 - das Jahr der Freiheit und des Friedens" an Silvester geplant. Wegen des allgemeinen Versammlungsverbots hatten die Organisatoren die Demonstration um einen Tag vorverlegt.

Die öffentliche Sicherheit umfasse den Schutz zentraler Rechtsgüter wie Leben, Gesundheit, Freiheit, Ehre und Eigentum des Einzelnen sowie die Unversehrtheit der Rechtsordnung und die staatlichen Einrichtungen und Veranstaltungen, teilte die Polizei weiter mit.

In Berlin ist die Corona-Infektionslage weiter kritisch, die Kurve flacht trotz des Lockdowns nicht ab.

Der Initiator der Stuttgarter Initiative "Querdenken", Michael Ballweg, kündigte für Donnerstag eine Stellungnahme zu der neuerlichen Verbotsverfügung an.

Bei der großen "Querdenken"-Demonstration am 29. August hatten sich viele Teilnehmer nicht an die Abstandsregel gehalten. Am 18. November war eine ähnliche Demonstration von der Polizei mithilfe von Wasserwerfern aufgelöst worden, weil fast niemand einen Mund-Nasen-Schutz trug.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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