Berliner Polizist raste Fabien M. (†21) tot: Prozess geht weiter

Berlin - Der Prozess um die tödliche Kollision eines Funkstreifenwagens mit dem Auto einer jungen Frau in Berlin wird am Dienstag (9.15 Uhr) mit der Befragung weiterer Zeugen fortgesetzt.

Ein Feuerwehrmann steht nach einem Unfall an einem beschädigten Polizeiauto.
Ein Feuerwehrmann steht nach einem Unfall an einem beschädigten Polizeiauto.  © Maurizio Gambarini/dpa

Angeklagt ist ein 53-jähriger Hauptkommissar

Der Beamte am Steuer des Fahrzeugs soll im Januar 2018 auf dem Weg zu einem Einsatz mit überhöhtem Tempo in den Wagen der 21-Jährigen gekracht sein, die einparken wollte.

Laut Staatsanwaltschaft wurde bei der Kollision noch eine Geschwindigkeit von 93 Stundenkilometern festgestellt, bei der Tunnelausfahrt seien es noch 130 gewesen. Angeklagt ist fahrlässige Tötung. Im Prozess am Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat der Hauptkommissar bislang geschwiegen.

Die tödliche Kollision hatte große Wellen geschlagen. Erst Monate nach Beginn der Ermittlungen war bekannt geworden, dass eine im Krankenhaus genommene Blutprobe des Fahrers Alkohol enthalten haben soll. 

Es kam der Verdacht auf, dies habe vertuscht werden sollen. Die Behörden wiesen Vorwürfe zurück, den Fall nicht ausreichend untersucht zu haben. 

Weil die von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Patientenakte des Polizisten nicht als Beweismittel verwendet werden darf, geht es im Prozess nicht um Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkohol.

Titelfoto: Maurizio Gambarini/dpa

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