Berliner Senat rudert zurück: 2G-Ausnahme für Kinder kommt doch

Berlin - Die neue Regelung für Zugangsrechte von Geimpften und Genesenen bei Veranstaltungen oder in der Gastronomie ist noch keine 24 Stunden alt, da wird sie schon wieder geändert.

Ein Hinweis auf die 2G-Regel hängt im Fenster eines Cafés. Berlin will den Beschluss des Optionsmodells nun doch um eine Ausnahme für Kinder unter zwölf Jahren erweitern. (Symbolfoto)
Ein Hinweis auf die 2G-Regel hängt im Fenster eines Cafés. Berlin will den Beschluss des Optionsmodells nun doch um eine Ausnahme für Kinder unter zwölf Jahren erweitern. (Symbolfoto)  © Swen Pförtner/dpa

Angesichts breiten Protests wird das erst am Dienstag vom Berliner Senat beschlossene Corona-2G-Optionsmodell um Ausnahmen für Kinder ergänzt.

Die Gesundheitsverwaltung und Vertreter der rot-rot-grünen Koalition kündigten am Mittwochmorgen an, dass sich der Senat im Tagesverlauf auf eine entsprechende Regelung verständigen wolle.

Es gehe um "die übergangsweise Erweiterung des 2G-Optionsmodells um Kinder unter 12 Jahren, bis die Impfung dieser Kinder möglich ist", hieß es aus der Gesundheitsverwaltung.

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Aus Koalitionskreisen hieß es, dass es auch Ausnahmen für Menschen geben soll, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Corona impfen lassen können.

"Es war klar, dass wir mit der Regelung verklagt werden", sagte ein hochrangiger Vertreter der Koalition der Deutschen Presse-Agentur. "Gut, dass nun nachgebessert wird."

Aus Senatskreisen hieß es auch, man sehe ein, dass die Entscheidung vom Dienstag ein Fehler gewesen sei. "Das Wichtigste ist aber, dass wir das nun schnell korrigieren."

Die Hoffnung in der Koalition ist, das unangenehme Thema wenige Tage vor der Abgeordnetenhauswahl am 26. September schnell abzuräumen, statt noch lange und quälende Debatten zu führen.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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