Berlins Bürgermeister Müller mahnt: Gesundheitsämter sind unterbesetzt

Berlin - Berlins Gesundheitsämter sind nach Einschätzung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (55, SPD) während der Corona-Pandemie nach wie vor deutlich unterbesetzt.

Michael Müller (55, l., SPD) und Christian Drosten (48) kommen mit Mund-Nasen-Schutz zur einer Pressekonferenz über die steigende Zahl der COVID-19-Patienten in den deutschen Großstädten.
Michael Müller (55, l., SPD) und Christian Drosten (48) kommen mit Mund-Nasen-Schutz zur einer Pressekonferenz über die steigende Zahl der COVID-19-Patienten in den deutschen Großstädten.  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Der Grund dafür seien vor allem Schwierigkeiten, Personal zu finden. "Wir haben 200 offene Stellen", sagte Müller am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Vertretern der Berliner Charité. Die Stellen seien da, das Geld dafür auch. 

"Aber ich kann mir die Leute nicht backen", so der SPD-Politiker. Bei der Stellenbesetzung gehe es voran. "Aber wir können sie nicht so schnell besetzen, wie wir möchten."

Deshalb sei angesichts der gestiegenen Infektionszahlen und der Notwendigkeit, die Kontakte von positiv Getesteten zu verfolgen, ein Umschichten aus anderen Bereichen der Verwaltung wichtig. 

Müller lobte auch die Unterstützung der Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung. Er hoffe, dass es die Möglichkeit gebe, weiteres qualifiziertes Personal von der Bundesebene zu bekommen, sagte Müller. 

Darüber solle am frühen Nachmittag in der Schalte der Bürgermeister der großen deutschen Städte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) gesprochen werden.

Titelfoto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa

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