Bis Januar? Michael Müller äußert sich zur Verlängerung des Teil-Lockdowns!

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55, SPD) hat die Verlängerung des Teil-Lockdowns in der Corona-Pandemie mit den hohen Belastungen für das Gesundheitswesen begründet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU, l.) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (55, SPD), zu Beginn der Videokonferenz mit den Ministerpräsident*innen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU, l.) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (55, SPD), zu Beginn der Videokonferenz mit den Ministerpräsident*innen.  © Guido Bergmann/Bundesregierung/dpa

"Wir sind jetzt in Berlin in einer Situation, wo wir ein Viertel der Intensivbetten nutzen für Covid-19-Patienten", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch nach einer Videokonferenz der Lander-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).

Viele davon müssten beatmet werden. Zudem gebe es in der Hauptstadt Tage mit 20 bis 30 Verstorbenen.

Diese Zahlen veranschaulichten, wie die Situation sei, so Müller: "Hinter jeden einzelnen Zahl verbergen sich menschliche Schicksale und menschliche Tragödien."

Mit den bisherigen Maßnahmen sei viel erreicht worden, aber noch nicht genug. Deshalb gebe es eine "große bundesweite Verständigung", die Beschränkungen zu verlängern.

Die Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) beschlossen am Abend, den seit 2. November geltenden Teil-Lockdown bis mindestens 20. Dezember zu verlängern. Zudem gelten ab 1. Dezember verschärfte Kontaktbeschränkungen für private Treffen, wobei über die Weihnachtstage und Silvester Lockerungen geplant sind.

Hält Teil-Lockdown bis Januar an?

Michael Müller kündigte zudem an, der Teil-Lockdown könne in Berlin bis Januar verlängert werden.
Michael Müller kündigte zudem an, der Teil-Lockdown könne in Berlin bis Januar verlängert werden.  © dpa/Christophe Gateau

Wegen der besonders hohen Infektionszahlen in Berlin könnte der Teil-Lockdown in der Hauptstadt länger dauern als von Bund und Ländern am Mittwoch vereinbart.

"Bis zum Januar", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dem "Tagesspiegel" auf die Frage, ob Berlin auch über den 20. Dezember hinaus an den Einschränkungen etwa für Kneipen und Restaurants, Kultur- und Freizeitbereich festhalten wolle. "Wir haben hier die besondere Situation der hohen Inzidenzzahlen", fügte er hinzu.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will der rot-rot-grüne Senat bei seiner Sondersitzung am Donnerstag über diese Option beraten. Ob die Verlängerung der Verlängerung des Teil-Lockdowns am Ende tatsächlich beschlossen wird, ist offen.

Bund und Länder einigten sich auch auf einen Hotspot-Wert: Ab einer Zahl von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sollen die Corona-Regeln demnach nochmals verschärft werden. Betroffen wäre neben gut 60 Landkreisen Berlin, wo dieser Wert am Mittwoch bei 218,4 lag.

Zum Vergleich: Der kritische Schwellenwert bei dieser Inzidenz, den Bund und Länder mit Hilfe der Beschränkungen möglichst unterschreiten wollen, liegt bei 50.

Titelfoto: Guido Bergmann/Bundesregierung/dpa

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