250-Kilo-Weltkriegsbombe in Potsdam gesprengt

Potsdam -  In der Potsdamer Innenstadt soll am Freitag eine 250-Kilo- Weltkriegsbombe entschärft werden.

In Potsdam ist eine Weltkriegsbombe entdeckt worden.
In Potsdam ist eine Weltkriegsbombe entdeckt worden.  © Uwe Zucchi/dpa

Der Blindgänger englischer Bauart wurde am Dienstag bei einer systematischen Suche in der Havel nahe der Freundschaftsinsel gefunden. Er liegt nach Angaben der Stadt in etwa drei Meter Tiefe im Fluss. 

Um den Fundort wird ein Sperrkreis mit rund 800 Metern Radius eingerichtet. Etwa 13.000 Menschen, die innerhalb des Sperrkreises leben, müssen bis 8 Uhr ihre Häuser verlassen. Die Freundschaftsinsel wird bereits ab 6 Uhr nicht mehr zugänglich sein.

Im Zuge der Bombenentschärfung werden große Abschnitte der Innenstadt gesperrt. Viele Gebäude müssen geräumt werden, darunter Museen, mehrere Ministerien, der Landtag, die Staatskanzlei und fünf Kindertagesstätten. 

Auch drei Seniorenheime und der Hauptbahnhof werden laut Stadtverwaltung von der Räumung betroffen sein. Regionalbahnen werden umgeleitet, die S-Bahn endet am Bahnhof Babelsberg.

In der ersten Phase wollen Taucher einen Aluminiumring über der Bombe absenken, damit sie freigelegt und überprüft werden kann. Erst wenn die Art des Zünders und der Zustand bekannt sind, wird der Kampfmittelräumdienst entscheiden, ob der Blindgänger entschärft werden kann oder gesprengt werden muss.

Im Falle einer Sprengung soll über der Fundstelle ein Strohfloß die Detonation abmildern.

Update, 15.18 Uhr: Weltkriegsbombe gesprengt - keine Hinweise zu Schäden

Die in der Potsdamer Innenstadt am Grund der Havel entdeckte Weltkriegsbombe ist kontrolliert gesprengt worden. Dies teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Hinweise auf Schäden lagen zunächst nicht vor. 

Sprengmeister Mike Schwitzke hatte am Vormittag entschieden, dass die Fünf-Zentner-Bombe nicht entschärft werden kann, sondern am Fundort gesprengt werden muss. 

Zur Dämmung der Detonation und als Schutz gegen Splitter hatte das Technische Hilfswerk ein Strohfloß über der Bombe positioniert. Insgesamt 13.000 Menschen im Sperrkreis um den Fundort hatten am Morgen ihre Wohnungen verlassen müssen.

Update, 9.35 Uhr: Sperrkreis errichtet

Ein Boot liegt an der Stelle, an der die Bombe gefunden wurde.
Ein Boot liegt an der Stelle, an der die Bombe gefunden wurde.  © Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa

Für die Räumung einer Weltkriegsbombe in Potsdam ist ein Sperrkreis mit rund 800 Meter Radius um den Fundort eingerichtet worden. Alle Straßen, die in das Gebiet führen, seien abgesperrt, sagte Stadtsprecherin Christine Homann am Freitagmorgen. "Der Sperrkreis ist damit vollständig".

Zudem habe der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Bombe in der Havel mittlerweile inspiziert und sei zu dem Entschluss gekommen, dass sie gesprengt werden müsse. 

Das könne aber erst nach der vollständigen Evakuierung der Bewohner im Sperrkreis geschehen. 

Wegen der Entschärfung einer Bombe in der brandenburgischen Landeshauptstadt wurde ein Sperrkreis eingerichtet.
Wegen der Entschärfung einer Bombe in der brandenburgischen Landeshauptstadt wurde ein Sperrkreis eingerichtet.  © Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7.14 Uhr: Einrichtung des Sperrkreises beginnt

Vor der Räumung einer Weltkriegsbombe in Potsdam hat die Einrichtung des Sperrkreises von rund 800 Metern Radius begonnen. 

Titelfoto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa

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