Brandenburgs Bildungsministerin will Schulen möglichst lange offen halten

Potsdam - Qualität muss stimmen: Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (59, SPD) wird am 14. Januar 2021 die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) übernehmen und will die Digitalisierung des Unterrichts in den Mittelpunkt ihrer Präsidentschaft stellen. Dennoch sollen Schulen so lange wie möglich offen gehalten werden.

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (59, SPD) will die Digitalisierung des Unterrichts in den Mittelpunkt ihrer Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz stellen.
Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (59, SPD) will die Digitalisierung des Unterrichts in den Mittelpunkt ihrer Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz stellen.  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

"Der Unterricht muss auch mit Einsatz digitaler Mittel gut sein, damit die Kinder etwas lernen", sagte Ernst der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir müssen systematisch erforschen, welche Unterrichtsmethoden geeignet sind, um Schülerinnen und Schüler gut zum Lernen zu bringen, auch auf unterschiedlichem Niveau."

Durch die Corona-Pandemie habe es zeitweise weniger Anträge zu der technischen Ausstattung der Schulen aus dem Digitalpakt des Bundes gegeben, räumte die Bildungsministerin ein. Inzwischen gebe es jedoch eine große Aufholjagd.

"Aber die Technik muss ja auch mit guten Inhalten gefüllt werden." Daher rücke nun die Qualität des Unterrichts in den Fokus. "Seit dem Pisa-Schock arbeiten wir daran, die Qualität des Lernens in der Schule zu verbessern", sagte Ernst. "Das müssen wir stärker mit der digitalen Technik verzahnen."

Während der Corona-Pandemie stehe aber die Frage des Präsenzunterrichts für die Kultusministerkonferenz ganz oben auf der Agenda.

Im Hinblick auf den Präsenzunterricht soll der Fokus auf den Abschlussjahrgängen liegen

Schüler sitzen mit Maske und bei geöffnetem Fenster im Unterricht. Für die Kultusministerkonferenz stehe die Frage Präsenzunterrichts während der Corona-Pandemie ganz oben auf der Agenda. (Symbolfoto)
Schüler sitzen mit Maske und bei geöffnetem Fenster im Unterricht. Für die Kultusministerkonferenz stehe die Frage Präsenzunterrichts während der Corona-Pandemie ganz oben auf der Agenda. (Symbolfoto)  © Gregor Fischer/dpa

"In der KMK sind alle dafür, dass die Schulen möglichst lange offen gehalten werden können", erklärte Ernst.

Dazu sei aber eine Gesamtabwägung notwendig. Denn auch die Schulen müssten einen Beitrag zur Reduzierung der Kontakte leisten.

"Aber wir ringen um bestimmte Gruppen: Wir schauen sehr stark auf die Abschlussjahrgänge", betonte Ernst. "Das haben wir auch im Frühjahr gemacht, als wir diese als erste wieder in die Schulen geholt haben."

So hätten die Schüler ihr Abitur, Mittlere Abschlüsse und berufliche Abschlüsse erfolgreich absolvieren können, alleine in Brandenburg über 50.000.

"Wir wollen erreichen, dass die Schüler auch im nächsten Jahr keine großen Nachteile durch die Pandemie haben und erfolgreich ihre Abschlüsse machen können", sagte die Ministerin.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa, Monika Skolimowska/ZB/dpa (Bildmontage)

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