Britische Corona-Mutation in Berlin: Weitere Fälle in Reinickendorfer Klinik

Berlin - Wird die Hauptstadt von der hochansteckenden Corona-Mutation heimgesucht? Im Zuge der verstärkten Suche nach der hochansteckenden Coronavirus-Variante B.1.1.7 hat es in Berlin weitere Treffer gegeben.

Durch Sequenzierung sollen die kursierenden Corona-Varianten stärker auf den genauen Virustyp untersucht werden. (Symbolfoto)
Durch Sequenzierung sollen die kursierenden Corona-Varianten stärker auf den genauen Virustyp untersucht werden. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Die Zahl der Nachweise auf einer internistischen Station des Humboldt-Klinikums in Reinickendorf liegt inzwischen bei neun, wie der landeseigene Vivantes-Konzern am Donnerstag mitteilte.

Am Mittwoch waren sechs Fälle bekannt geworden, vier davon bei Patienten und zwei bei Mitarbeitern.

Die Variante war zunächst in Großbritannien beschrieben worden. Die Fälle aus dem Krankenhaus sollen allerdings nicht mit Reisen der Betroffenen zu erklären sein.

Für die Station war nach der Entdeckung ein Aufnahmestopp verhängt worden. Keine Angaben machte Vivantes zunächst zu der Frage, ob auch schon weitere Corona-Fälle mit Bezug zur Station bekannt sind, bei denen lediglich der Nachweis der Variante aussteht.

Auch die Gesamtzahl der Varianten-Nachweise in Berlin war zunächst nicht zu erfahren. "Sobald die vorgeschriebenen Meldewege belastbare Zahlen ermöglichen, können diese kommuniziert werden", teilte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung auf Anfrage mit.

Erster Nachweis der britischen Corona-Mutation in Berlin vor knapp zwei Wochen bekannt gegeben

Ein Dummy liegt in einem Bett der neu eröffneten Intensivstation des Vivantes Humboldt-Klinikums. In dem Krankenhaus in Berlin-Reinickendorf wurden weitere Fälle der hochansteckenden britischen Corona-Mutation bekannt. (Symbolfoto)
Ein Dummy liegt in einem Bett der neu eröffneten Intensivstation des Vivantes Humboldt-Klinikums. In dem Krankenhaus in Berlin-Reinickendorf wurden weitere Fälle der hochansteckenden britischen Corona-Mutation bekannt. (Symbolfoto)  © Kay Nietfeld/dpa

Der erste Nachweis von B.1.1.7 in Berlin war vor knapp zwei Wochen bekannt gegeben geworden. Der Patient soll zuvor in Großbritannien gewesen sein; auch zwei Kontaktpersonen erkrankten.

Die kursierenden Corona-Varianten sollen laut einer seit Dienstag geltenden Verordnung stärker auf den genauen Virustyp untersucht werden (Sequenzierung).

Der Bund soll bis Anfang Februar erste Ergebnisse dazu vorlegen. Hintergrund ist die Befürchtung, dass die Corona-Eindämmung durch hochansteckende Varianten erschwert wird.

Die Warnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den Spitzen der Länder insbesondere vor der UK-Variante und die Aufforderung zu mehr Sequenzierungen seien "nachdrücklich zu unterstreichen", erklärte die Berliner Gesundheitsverwaltung.

Es sei davon auszugehen, dass "auch schon bei zunehmender Sequenzierung mehr gefunden werden dürfte".

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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