Camper-Protest in Berlin: Hunderte fordern Öffnung der Campingplätze

Berlin - Viele Hundert Camping-Freunde haben in Berlin mit Wohnmobilen und Wohnwagen für eine sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze demonstriert.

"Campen statt Malle!" steht vor dem Start eines Camper-Korsos der Camperinitiative "Campen mit Abstand" am Olympiastadion auf einem Wohnwagen.
"Campen statt Malle!" steht vor dem Start eines Camper-Korsos der Camperinitiative "Campen mit Abstand" am Olympiastadion auf einem Wohnwagen.  © Christoph Soeder/dpa

Sie versammelten sich am Samstagmittag vor dem Olympiastadion am westlichen Stadtrand der Hauptstadt. Mit einem langen Wohnmobil-Korso wollten sie am Nachmittag zum Reichstagsgebäude fahren. "Campen statt Malle", stand auf einem Wohnwagen.

Angemeldet waren rund 700 Fahrzeuge. Thomas Albrecht von der Initiative "Campen mit Abstand" sagte, es seien deutlich mehr Teilnehmer gekommen. "Wir sind mehr als 1000."

Der Start des Camping-Korsos am Mittag verzögerte sich nach Angaben der Veranstalter, weil die Polizei zum Teil eine neue Strecke organisiere. Im Regierungsviertel demonstrierten parallel auch Gegner der Corona-Beschränkungen.

"Camping mit Abstand ist mit Abstand die beste, sicherste und kontaktärmste Regenerationsform für unsere Familien, betonte die Initiative.

Die Campingplätze sind wegen der Corona-Pandemie für Urlauber geschlossen. Lediglich Dauercamper sind in den meisten Bundesländern unter bestimmten Bedingungen zugelassen.

Die Initiative betonte: "Die langen Einschränkungen des jetzigen Lockdowns nagen immer mehr an den Menschen und den Familien, viele sehnen sich Öffnungsschritte herbei." Gebraucht würden sichere Bereiche, um Familien Luft zum Durchatmen zu geben.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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