CDU will BER-Betrieb ausschreiben und fast 2000 Arbeitsplätze streichen

Berlin - Neuer Betreiber gesucht: Die CDU im Berliner Abgeordnetenhaus will den Betrieb des Hauptstadtflughafens BER in neue Hände legen.

Nach Wunsch der Berliner CDU soll der Hauptstadtflughafen BER von einem neuen Betreiber übernommen werden.
Nach Wunsch der Berliner CDU soll der Hauptstadtflughafen BER von einem neuen Betreiber übernommen werden.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der Betrieb wie auch der mögliche Ausbau des Flughafens solle gesondert ausgeschrieben werden, forderte die Oppositionsfraktion am Mittwoch.

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) solle nur noch die Konzessionseinnahmen verwalten und sich um den Lärmschutz kümmern, dafür könne das Unternehmen von rund 2000 Beschäftigten auf 50 schrumpfen.

"Unsere Idee eines Konzessionsmodells bietet die Chance, die Liquidität zu verbessern und die Kassen der Steuerzahler zu entlasten", sagte der Wirtschaftspolitiker Christian Gräff (43, CDU).

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Ein Zehn-Punkte-Plan der Christdemokraten für einen besseren Betrieb des BER sieht vor, schon vor Weihnachten das zweite Terminal zu eröffnen.

Zudem sollen mehrere teils hochrangig besetzte Arbeitsgruppen für bessere Abläufe eingesetzt werden.

CDU rechnet mit Einnahmen von 200 Millionen Euro pro Jahr

CDU-Wirtschaftspolitiker Christian Gräff (43) hat für den BER ein Konzessionsmodell vorgeschlagen, um die Liquidität zu verbessern und die Kassen der Steuerzahler zu entlasten.
CDU-Wirtschaftspolitiker Christian Gräff (43) hat für den BER ein Konzessionsmodell vorgeschlagen, um die Liquidität zu verbessern und die Kassen der Steuerzahler zu entlasten.  © Annette Riedl/dpa

Gefordert wird vollständige Transparenz über die Flughafen-Finanzen und die Verlängerung der U-Bahn-Linie U7 von Rudow zum Flughafen.

Die CDU rechnet damit, dass ein neuer Betreiber des BER jährlich 200 Millionen an Konzessionsentgelten überweist. Damit könne die FBB Zins und Tilgung für ihre Bankdarlehen bezahlen.

Schulden bei den Eigentümern Berlin, Brandenburg und dem Bund sollen ebenfalls durch Konzessionsentgelte zurückgezahlt werden.

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Dazu sollen die Flächen rund um den Flughafen über eine Erbbaupacht an eine Entwicklungsgesellschaft vergeben werden.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa, Annette Riedl/dpa (Bildmontage)

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