Cheyenne Ochsenknecht staucht Hater zusammen: "Wie dumm die Menschheit ist"

Berlin/Graz - Cheyenne Ochsenknecht (20) wird täglich Opfer von Hass-Nachrichten im Internet - und musste sogar in Therapie. Wie geht sie heute mit Cyber-Mobbing um?

Cheyenne Savannah Ochsenknecht (20), Model, kommt über den roten Teppich zur Verleihung des 4. Deutschen Bloggerpreises in den Mozartsälen.
Cheyenne Savannah Ochsenknecht (20), Model, kommt über den roten Teppich zur Verleihung des 4. Deutschen Bloggerpreises in den Mozartsälen.  © Gregor Fischer/dpa

"Ich bin nicht mehr so nachtragend, schließe mich nicht mehr in meinem Zimmer ein und komme tagelang nicht raus", sagte die Tochter von Ex-Model Natascha (56) und Schauspiel-Legende Uwe Ochsenknecht (64) in der neuesten Ausgabe des Podcasts "Das Geschlecht der Anderen".

Auch sei die Influencerin damals einige Zeit nicht zur Schule gegangen, weil sie unter einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse litt. "Mittlerweile lache ich darüber, vielleicht ist das auch meine Art, das abzuwehren."

Noch vor Kurzem war sie in therapeutischer Behandlung. "Meine letzte Therapie habe ich vor Corona beendet, und ich blicke auch in die Zukunft, dass ich keine weitere mehr machen muss", zeigte sich das Ochsenknecht-Küken zuversichtlich.

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So sei sie nicht mehr verletzt oder traurig, wenn sie negative Kommentare im Netz erhalte.

"Mittlerweile bin ich einfach entsetzt und verwundert, auch wenn ich etwas zurück beleidige", sagte die 20-Jährige, "aber wie dumm die Menschheit heutzutage ist".

Vielmehr sollen die Menschen, besonders Frauen, zusammenhalten, betonte Cheyenne.

Cheyenne Ochsenknecht: "Was denken sich die Typen?"

Natascha Ochsenknecht (56, r.) und ihre Tochter Cheyenne Ochsenknecht (20) hier bei dem Pearl Fashion Aperitif im THE REED.
Natascha Ochsenknecht (56, r.) und ihre Tochter Cheyenne Ochsenknecht (20) hier bei dem Pearl Fashion Aperitif im THE REED.  © Jens Kalaene/dpa

Auch ungefragt zugeschickte Penis-Bilder können ihr nichts mehr anhaben. "Was denken sich die Typen? Denken die sich: 'Hey Schatz, ich verlasse dich. Ich habe so ein richtig geiles Dick Pic bekommen und gehe zu dem Typen", wundert sich Cheyenne, die bei Hass-Nachrichten Anzeigen gegen die Netz-Übeltäter bei der Polizei erstattet.

Die bisherige Bilanz fällt nüchtern aus: Bislang habe Cheyenne nur drei Leute angezeigt, weil sie nur in harten Fällen maßregeln will.

Ein rotes Tuch seien Beleidigungen gegen ihre Familie, so Cheyenne, die just die 300.000 Follower-Marke bei Instagram knackte. Für Betroffene hat die Bald-Mama zudem einen Tipp parat: "Offen mit Vater, Mutter, Geschwistern, Lehrer darüber sprechen und klar machen, wie ernst die Lage ist."

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Zusammen mit ihrer Mutter und einem Ghostwriter hat Cheyenne vor Kurzem das Buch "Wehr Dich" auf den Markt gebracht.

Damit wollen sie Cybermobbing-Opfern helfen.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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