Schon wieder Polizei-Großeinsatz! Clan-Angehörige sorgen für Corona-Chaos

Berlin - Zahlreiche Angehörige eines bekannten arabischstämmigen Clans haben am Donnerstag erneut für einen großen Polizeieinsatz in Berlin gesorgt.

Einsatzkräfte der Polizei sicherten bereits am Mittwoch den Eingang zum Vivantes-Klinikum Am Urban.
Einsatzkräfte der Polizei sicherten bereits am Mittwoch den Eingang zum Vivantes-Klinikum Am Urban.  © Jörg Carstensen/dpa

Nachdem es in den Tagen zuvor zu Ansammlungen vor einem Krankenhaus in Kreuzberg kam, musste die Polizei am Donnerstagnachmittag auf dem Grundstück einer Villa im Stadtteil Alt-Buckow in Neukölln die Einhaltung der Corona-Regeln durchsetzen, wie ein Sprecher am Freitag sagte.

Nach dem Tod einer älteren Frau in der Nacht zu Donnerstag hatten sich dort Dutzende Verwandte aus einer Großfamilie versammelt. 

Die Polizisten nahmen die Personalien von 47 Menschen auf und leiteten Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen die Abstandsregeln ein.

Die Polizei kündigte an, auch die Beerdigung der Frau an einem der nächsten Tage zu begleiten. "Wir werden die Einhaltung der Bestimmungen überwachen", sagte der Sprecher. Dazu werde es einen entsprechenden Einsatz geben, der genaue Termin stehe aber noch nicht fest.

Man habe Verständnis für die Trauer und die Suche nach Trost im Verwandtenkreis, hieß es bei der Polizei. Aber angesichts der geltenden Infektionsschutzgesetze müssten auch Beerdigungen in Einklang gebracht werden mit den Regeln. 

Darauf habe man die Familie mehrfach hingewiesen und ihr das erläutert.

Mutter von Clan-Chef Remmo gestorben

Die erkrankte Frau war in der Nacht zu Dienstag in das Krankenhaus eingeliefert worden. Vor dem Eingang versammelten sich schnell viele Menschen, sodass die Polizei anrückte. In Neukölln kam es zu zwei Verfolgungsjagden zwischen Polizisten und Autofahrern, die vom Wohnhaus der Patientin zum Krankenhaus rasten und dabei Kontrollen missachteten und fast Polizisten überfuhren.

Am Dienstag und am Mittwoch standen dann tagsüber immer wieder große Gruppen, insgesamt bis zu 100 Menschen, vor dem Krankenhaus. Am Eingang bildeten zeitweise Dutzende Polizisten eine Kette, um den Zugang zu kontrollieren.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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