Vorteil für Geboosterte: Berlin setzt neue Quarantäne-Regeln um

Berlin - In Berlin gelten ab sofort einfachere Quarantäneregeln während der Corona-Pandemie. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag mit.

Geboosterte Kontaktpersonen müssen in Berlin ab sofort nicht mehr in Quarantäne. Das gilt auch für frisch Geimpfte und Genesene, wenn die Erkrankung oder die Impfung weniger als drei Monate zurückliegt.
Geboosterte Kontaktpersonen müssen in Berlin ab sofort nicht mehr in Quarantäne. Das gilt auch für frisch Geimpfte und Genesene, wenn die Erkrankung oder die Impfung weniger als drei Monate zurückliegt.  © Peter Kneffel/dpa

Damit setzt die Hauptstadt die Neuregelung um, die Bund und Länder bereits beschlossen hatten. Zuvor hatte der Bundesrat sie am Freitagvormittag bestätigt. Die Gesundheitsverwaltung hat sich nach eigenen Angaben mit den Gesundheitsämtern der Bezirke darüber abgestimmt.

Einzelne Bezirke hatten den Beschluss bereits zuvor umgesetzt. An den je nach Bezirk zum Teil unterschiedlichen Detailregelungen hatte es am Donnerstag bei der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus deutliche Kritik der Opposition gegeben.

Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (56, Grüne) hatte im Landesparlament bereits angekündigt, dass eine einheitliche Regelung am Freitag kommen solle.

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Damit entfällt die Quarantäne für alle geboosterten Kontaktpersonen, also Personen mit einem vollständigen Impfschutz und Auffrischungsimpfung. Das gilt auch für frisch Geimpfte und Genesene, wenn die Erkrankung oder die Impfung weniger als drei Monate zurückliegt.

Alle anderen müssen zehn Tage lang in Quarantäne beziehungsweise Isolation bleiben. Abkürzen ist nach sieben Tagen mit einem negativen Schnelltest oder PCR-Test möglich. Für Schul- und Kita-Kinder gilt, dass sie sich bereits nach fünf Tagen aus der Quarantäne als Kontaktperson freitesten können.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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