Corona-Chaoten bewerfen Polizisten mit Eiern

Berlin - In der zweiten Nacht mit der neuen Sperrstunde in Berlin musste die Polizei erneut Lokale schließen und größere Gruppen auflösen.

Menschen sitzen am Abend vor einer Galerie in Berlin.
Menschen sitzen am Abend vor einer Galerie in Berlin.  © Paul Zinken/dpa

"Wir kontrollieren die Corona-Verstöße derzeit im Rahmen unseres normalen Dienstes. Schwerpunkteinsätze gibt es an diesem ersten Wochenende noch nicht", sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. 

Genaue Zahlen zu den Verstößen und den eingesetzten Beamten lagen demnach zunächst nicht vor.

Mehrere größere Menschenansammlungen wurden aufgelöst, teilte die Polizei per Twitter mit. So seien 50 Menschen bei einem Spätverkauf am Kottbusser Tor entdeckt worden und 20 vor einer Bar in Friedrichshain. 

Im Freien dürfen sich nach der neuen Infektionsschutzverordnung von 23 Uhr bis 6 Uhr nur noch fünf Personen versammeln.

Ebenfalls in Friedrichshain wurde die Polizei aus einer großen Gruppe heraus mit Eiern beworfen. 

"Die Kollegen wurden aber nicht getroffen", sagte die Sprecherin. Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP), sagte am Samstag in der RBB-Abendschau, es brauche erfahrungsgemäß etwas Zeit, bis die Regelung ankomme. "Ich glaube, dass sich das in den nächsten Tagen rumspricht." Es werde sicherlich Schwerpunkteinsätze geben.

Die neue Infektionsschutzverordnung ist in der Nacht zum Samstag in Kraft getreten. Neben einer Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr dürfen bei privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen nur noch höchstens 10 statt bisher 25 Teilnehmer zusammenkommen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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