Corona-Fall in Berliner Bezirksparlament: Sitzung abgebrochen!

Berlin - "Außerordentliche Situation": Wegen der Corona-Infektion eines Abgeordneten ist eine Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg abgebrochen worden.

Wegen eines Corona-Falls musste eine Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg abgebrochen worden. (Symbolfoto)
Wegen eines Corona-Falls musste eine Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg abgebrochen worden. (Symbolfoto)  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

"Es ist eine außerordentliche Situation eingetreten dergestalt, dass ein Bezirksverordneter positiv auf Covid-19 getestet wurde", sagte BVV-Vorsteher Rainer Bosse bei der Zusammenkunft am Donnerstagabend laut einem bei YouTube hochgeladenem Video. "Das zwingt uns an dieser Stelle zum Abbruch der Tagung."

Nach Angaben der SPD-Fraktion erhielt ein Mitglied der Linksfraktion sein Testergebnis kurz zuvor telefonisch und verließ umgehend den Saal.

Daraufhin wurde die Sitzung zunächst unterbrochen und wenig später nach einer Beratung des Ältestenrates abgebrochen. Das berichteten auch Berliner Morgenpost und Tagesspiegel in ihren Online-Portalen.

Die SPD-Fraktion in der BVV forderte eine rasche und öffentliche Aufklärung des Falls, aus dem Konsequenzen gezogen werden müssten.

Die Frage sei, warum ein BVV-Mitglied trotz ausstehendem Corona-Testergebnis zur Sitzung erschienen sei, erklärten die Fraktionsvorsitzenden Anja Ingenbleek und Erik Gührs laut einer Mitteilung.

Sollte der betreffende Abgeordnete wissentlich die anderen Bezirksverordneten gefährdet haben, sei er für dieses Amt nicht tragbar und müsse zurücktreten.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

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