Corona-Kontrolle: Café-Besitzer soll mehrfach gegen Auflagen verstoßen haben!

Berlin - Unverbesserlicher Café-Betreiber! Sieht so zukünftig der Alltag der Polizei Berlin nach 23 Uhr aus? Am Dienstagabend kontrollierten Beamte ein Café in Berlin-Neukölln und stellten dabei gleich mehrere Verstöße gegen die geltenden Corona-Verordnungen fest.

Bei einer Kontrolle zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen hat die Polizei Berlin am späten Dienstagabend ein Café in Berlin-Neukölln überprüft.
Bei einer Kontrolle zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen hat die Polizei Berlin am späten Dienstagabend ein Café in Berlin-Neukölln überprüft.  © Morris Pudwell

Das Café in der Hermannstraße sei auffällig geworden, weil gegen 23.20 Uhr noch Licht brannte und sich Gäste im Innen- und Außenbereich befanden, die an den Tischen geraucht, getrunken und teilweise auch Karten gespielt haben sollen.

Allerdings habe keiner der Anwesenden dabei einen Mund-Nasen-Schutz getragen, wie es eigentlich Vorschrift ist. Im Vorfeld der Kontrolle sollen mindestens fünf Personen unerkannt das Lokal verlassen haben, als sie die herannahenden Polizeifahrzeuge wahrnahmen.

Bei der nähren Überprüfung habe sich herausgestellt, dass der Betreiber des Cafés auch nicht die vorgeschriebene Anwesenheitsliste vorweisen konnte.

Im Laufe der Kontrolle soll die Stimmung immer aggressiver geworden sein. Der Besitzer habe nur gebrochen Deutsch gesprochen, was die Verständigung nicht unbedingt einfacher machte. Gleichwohl soll er die Beamten darauf hingewiesen haben, dass die von ihnen durchgeführte Maßnahme die Würde des Menschen verletze.

Ein Polizist diskutiert mit dem Café-Betreiber, der seine Maske noch immer nicht ordnungsgemäß trägt. Ein anderer Gast hat seinen Mund-Nasen-Schutz mittlerweile angelegt, ein Dritter verzichtet jedoch weiterhin vollständig darauf.
Ein Polizist diskutiert mit dem Café-Betreiber, der seine Maske noch immer nicht ordnungsgemäß trägt. Ein anderer Gast hat seinen Mund-Nasen-Schutz mittlerweile angelegt, ein Dritter verzichtet jedoch weiterhin vollständig darauf.  © Morris Pudwell

Er soll sich damit gerechtfertigt haben, dass es ja erst kurz nach 23 Uhr und alles "harmlos" gewesen sei. Der provisorisch errichtete Außenbereich war im Übrigen auch nicht genehmigt. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass es sich hier wohl um einen unverbesserlichen Betreiber handelt, denn das Café soll schon vorher bei Kontrollen auffällig geworden sein, wobei auch illegales Glücksspiel ein Tatbestand gewesen sein soll.

Ob schwarzes Schaf oder nicht ein solches Verhalten wirft natürlich kein gutes Licht auf die Gastronomie-Betreiber der Hauptstadt, die sich an die geltenden Regeln halten und macht der Polizei das Leben schwer. Solche Bilder könnten in Zeiten von Corona zukünftig den Alltag der Berliner Polizistinnen und Polizisten nach 23 Uhr bestimmen, wodurch der Überstundenberg der Beamten weiter anwachsen wird.

Titelfoto: Morris Pudwell

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